Musiker von Weltrang

Ein unterhaltsamer Abend mit österreichischen Gästen

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Mit viel Platz für Improvisation führt die Blasmusik von Federspiel die Zuhörer nach Österreich, Osteuropa und bis nach Südamerika.

Isny – Seit 16 Jahren spielt die Gruppe Federspiel nun schon zusammen und ist in der Welt nicht gerade unbekannt. Was diese Musiker auf die Bühne bringen, ist eine bunte Mischung aus Musik aus der Wachau, (wenn sie dort mit ihrem Programm immer wieder landen) und vielen eigenen Interpretationen von Blasmusik, die man in dieser Aufmachung nur selten zu hören bekommt und die Ausdruck ihrer großen Spielfreude ist.

2004 in Krems hat sich Federspiel gegründet. Die Musiker sind als Studenten der Musik- und Kunstakademie Wien zusammengekommen. Notenblätter sieht man bei ihnen nicht. „Die würden wir ja doch nur irgendwo liegenlassen und lieber hören wir aufeinander und Improvisationen sind uns lieber“, sagen sie dazu. 

Wer annimmt, sie hätten ein fest fixiertes Programm, der irrt ein wenig. Die Harmonie der Band liegt an der Freude am Musizieren, die Achtsamkeit aufeinander und die Freiheit, auch einmal eigene Töne mit hineinzubringen. Man improvisiert um den gemeinsamen Kern herum, und dazu müssen es schon Künstler von Weltformat sein, die in 16 Jahren einfach ausgefuchste Profis geworden sind. Die Zusammenführung der einzelnen Stimmungen zu einem harmonischen Ganzen und das Mitreißen der Zuhörer von Anfang bis Ende ist bei Federspiel wie ein Lebenselixier, das ihnen und den Zuhörern einfach gut tut. 

Wenn allerdings ihre aus der Wachau übernommenen Jodler ertönen, sind die Instrumente mehr im Hintergrund. Stimmgewaltig sind sie allemal und selten so klar im Ausdruck waren die Jodler sonst zu hören. Volkslied? – Volkslied! Aber eben auf eigene Art und wenn sie dem Ende zu auch österreichische „Stanzerl“ mit reinbringen kann, bei dem man zwar kaum ein Wort verstehen, aber was da an Lebensfreude und Spaß rüberkommt, ist dreimal so viel wert. Töne der Basstrompete übergehend in ein wildes Stakkato aller Instrumente (harmonisch!) ist so nur für Musiker von der Weltspitze möglich. Das kann man nicht deutlich genug sagen. Und was man aus dem „Wetterpanorama“ machen kann ist einfach toll.

Manfred Schubert

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