Nach alter Tradition Bäumchen gepflanzt

Öffentlich geförderte BSG-Wohnungen mit Charakter 

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Zahlreiche Gäste aus der Lokalpolitik, Stadtverwaltung sowie Mieter und Anwohner konnten die BSG-Vorstände Tanja Thalmeier (Mitte l.) und Ralf Kehrer (dahinter) bei der Einweihungsfeier begrüßen.

Kempten – „Geborgenheit, Schutz und Sicherheit“, dafür soll das nach alter Tradition am Einweihungstag neu gepflanzte Bäumchen inmitten der neuen Wohnanlage in Kempten Sankt Mang stehen.

Vergangenen Montag trafen sich Vertreter der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG Allgäu), Mitglieder des Kemptener Stadtrats und der Stadtverwaltung, Geschäftspartner und zahlreiche Gäste Am Kreuzbergele im Stadtteil Sankt Mang, um mit einem zünftigen Fest die Einweihung von 32 öffentlich geförderten Mietwohnungen zu feiern. Ralf Kehrer, Vorstand der BSG Allgäu, der die Veranstaltung eröffnete, gab einen kurzen Überblick zu Zahlen, Daten, Fakten. 

1906 gegründet, möchte die BSG Allgäu für ihre Mitglieder lebenswerten, dauerhaften und sicheren Wohnraum schaffen, durch faire und angemessene Mieten und ein lebenslanges Wohnrecht, betonte Kehrer. Die Genossenschaft habe einen bewirtschafteten Wohnungsbestand von rund 6500 Wohnungen, davon 2100 genossenschaftliche Mietwohnungen. Im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms der „Einkommensorientierten Förderung (EOF)“ wurden die Mietwohnungen Am Kreuzbergele gefördert. 

Die Genossenschaft habe insgesamt 5,8 Millionen Euro in diese Wohnanlage investiert, erklärte der BSG-Vorstand. Dieses Wohnungsbauprogramm ermögliche rund zwei Dritteln aller Einkommensbezieher in Bayern, eine solche Wohnung zu beziehen, zitierte Kehrer die Aussage der Obersten Baubehörde. Er betonte, ihr Ziel sei, auch weiterhin bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dafür seien allerdings bezahlbare Grundstücke notwendig. Der erste Spatenstich für die 32 genossenschaftlichen Wohnungen war im Oktober 2017 erfolgt und im Juni letzten Jahres konnten bereits die ersten Wohnungen bezogen werden. 

Mieterstrommodell inklusive 
Nächsten Monat werden die letzten Wohnungen an die Mieter übergeben. Die Wohnanlage besteht aus drei Mehrfamilienhäusern mit Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen und einer Größe zwischen 37 und 94 Quadratmetern Wohnfläche pro Einheit, mit einer Durchschnittsmiete zwischen 5,50 Euro und acht Euro pro Quadratmeter. Die Wohnungen wurden nach energieeffizienten und ökologischen Gesichtspunkten errichtet, wie KfW-Effizienzhaus 55 Standard und einer Pelletsanlage, erklärte Kehrer. Auch wird ein Mieterstrommodell zusammen mit dem Allgäuer Überlandwerk umgesetzt, um es den Mietern zu ermöglichen, sich dezentral mit erneuerbarem Strom zu versorgen. Und auch die Nutzung von regenerativen Energien durch Photovoltaik-Anlagen wird angeboten, wovon 80 Prozent der Mieter Gebrauch machten, unterstrich der BSG-Vorstand. 

Die Dringlichkeit nach bezahlbarem Wohnraum ist ein ganz entscheidender Punkt im Leben eines Menschen, so Oberbürgermeister Thomas Kiechle in seinem Grußwort: „Es seien 32 sozialgeförderte Mietwohnungen in der Nachbarschaft von Reihen- und Doppelhäusern entstanden, ein Quartier mit Vorbildcharakter.“ In einem gewachsenen Umfeld mit eigener Historie, wo man gut wohnen und leben könne. Durch Zwänge und Herausforderungen, die die ganze Wohnungswirtschaft betreffe, „bezahlbares Wohnen“ zu schaffen, sei es wichtiger denn je, den sozialen Wohnungsbau zu fördern und voranzutreiben, betonte der Oberbürgermeister. Diese neu geschaffenen, sozialen Mietwohnungen seien ein gelungenes Beispiel für soziale Gerechtigkeit und stünden für eine weiterhin gemeinsame Weiterentwicklung. Die Gäste hatten im Anschluss Gelegenheit die neu errichteten Wohnungen zu besichtigen und bei einer kleinen Brotzeit ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu feiern. Musikalisch begleitet wurde die Einweihungsfeier von der Musikkapelle Sankt Mang.


Christine Reder

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