Nach 30 Jahren ist Schluss

Gutes Arbeitsklima gefördert

+
Ein Geschenk zum Abschied überreichte Anstaltsleiter Gisbert Rehmet (links) seinem Dienststellenleiter Karl Wettengl.

Kempten – „Natürlich gab es auch Schwierigkeiten, aber insgesamt schaue ich auf eine sehr positive Zeit zurück.“ Karl Wettengl, Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes an der Kemptener JVA, erinnerte sich jetzt bei seiner Verabschiedung nach 30 Dienstjahren gerne an seine aktive Zeit.

1982 war der gelernte Kfz-Meister als Assistentenanwärter in den Justizvollzugsdienst eingetreten. 2002 wurde er stellvertretender Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes und 2008 schließlich Dienstleiter. In seiner umfangreichen Laudatio würdigte der Anstaltsleiter Gisbert Rehmet das hohe Engagement seines Beamten. Er habe seine Aufgabe flexibel, loyal und mit ehrlichem Interesse wahrgenommen. Als Karl Wettengl 2001 zum Ausbildungsleiter für junge Kollegen bestellt wurde, habe er Hervorragendes geleistet und den Dienstbetrieb in der neuen Kemptener JVA entscheidend mitgeprägt.

Rehmet hob hervor, dass Wettengl auch bei ihm so manche überkommene Vorstellung zurecht gerückt und ihm geholfen habe, die entsprechenden Schlüsse zu ziehen. Er habe wesentlich dazu beigetragen Sicherheit, Ordnung und reibungslose Abläufe zu gewährleisten. Das gute Arbeitsklima im Hause sei, so Rehmet, durch seine Entscheidungen und sein persönliches Auftreten sehr gefördert worden. Wettengl selbst bestätigt, wie wichtig ihm das gute Miteinander mit allen Menschen im Haus gewesen sei, egal ob es sich um Bedienstete oder um Gefangene handelte. Sein Herzblut galt der Umsetzung des Resozialisierungsgedankens.

Ein Erlebnis zu Beginn seines Dienstes habe ihn geprägt, erzählt der Dienstleiter. Es habe dazu geführt, dass ihm die Unschuldsvermutung bei den Untersuchungshäftlingen stets wesentlich war. Ein junger Häftling mit dem Tatvorwurf der Vergewaltigung zeigte sich in der Anstalt immer wieder frech und aufsässig. Es lag nahe, seine Schuld als erwiesen anzusehen. Im Nachhinein stellte sich vor Gericht jedoch heraus, dass er absichtlich fälschlicherweise beschuldigt worden war. 

Die Kollegen verabschiedeten sich mit lustigen Geschenken und Gedichten von ihrem Chef. So überreichten sie ihm einen Pullunder in Dienstfarben für den Ruhestand , sowie ein Fotobuch mit allen Stationen seines Werdegangs.

Wettengl, der sich auf Zeit mit seiner Familie, insbesondere mit seinen Enkelkindern freut, ist sich sicher, dass sich sein Einsatz gelohnt hat. Sein Dank galt allen Mitarbeitern und seinem Dienstvorgesetzten Rehmet, der ihn immer unterstützt habe.   Eva Dörr-Schratt

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet

Kommentare