Lorenzbasilika ist die neue Heimat der Bründl-Krippe

Gelungener Umzug

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In der proppenvollen Krypta der St. Lorenz-Basilika enthüllt Stadtpfarrer Dr. Bernhard Ehler die Krippe des Lenzfrieders Adolf Bründl, die dort eine Heimat gefunden hat.

Kempten – Den Winter 2011/2012 konnte sie bereits in der St.-Mangkirche bewundert werden; jetzt hat sie einen festen Platz in der Krypta der Lorenzbasilika.

Die prachtvolle Krippenlandschaft des Lenzfrieders Adolf Bründl erlebte bei der musikalisch feierlich vom Lenzfrieder Kirchenchor und Sängern der Unterillertaler umrahmten Eröffnung der Dauerkrippenausstellung vergangene Woche einen großen Andrang. In die Obhut der Unterillertaler Kempten hatte der im Juni dieses Jahres verstorbene Hobby-Krippenbauer sein „Glaubens- und Lebenswerk“, so OB Dr. Ulrich Netzer (CSU), gegeben, die sich um einen dauerhaften Platz dafür bemüht haben. 

Dass sie nun „in einer Nische in der Krypta, in der bisher eine Orgel stand“ ihren Platz gefunden habe, freute Dekan und Stadtpfarrer von St.-Lorenz, Dr. Bernhard Ehler, besonders. Ebenso, dass er Bründl dieses Frühjahr noch selbst kennengelernt und erfahren habe, „was ihm diese Krippe bedeutet“. Ehlert wünschte sich, dass sich möglichst viele Menschen an dieser Darstellung „mit dem theologischen Gehalt“, um den sich Bründl „so viele Gedanken gemacht hat“, erfreuen. 

 Abbild der Heimat 

Bevor die Feiergemeinde vom Kirchenschiff zum eigentlichen Ort des Interesses in die Krypta schritt, lieferten Annelie Wollmann, Reinhold Petrich und Kathi Reichart von den Unterillertalern Kempten viele interessante Hintergrundinformationen zur Entstehung der über Jahre gewachsenen Krippenlandschaft, der darin enthaltenen Symboliken und ihren Besonderheiten. Wie Petrich, zweiter Vorsitzender des Vereins, preis gab, sei sie „als Ganzes ein Abbild unserer Allgäuer Heimat“, unter anderem durch im Hintergrund dargestellte Berge wie Hochvogel, Grünten oder Trettach. „Das Weihnachtswunder geschieht also mitten unter uns“. Und, „da wir uns darin wieder finden sollen“, habe der Krippenbauer auch sich selbst und Freunde als Figuren darin untergebracht. Angesichts der vielen Festgäste, darunter viele Freunde Bründls aus Lenzfried, platzte die Krypta aus allen Nähten als Stadtpfarrer Ehler die Bründl-Krippe enthüllte und segnete. 

Nicht nur über Spenden zu Finanzierung der Dauerausstellung in Höhe von über 10 000 Euro und Zuwendungen der Stadt freuten sich die Unter- illertaler. Besonderen Dank zollte Ehrenvorsitzende Wollmann dem Ehepaar Martha und Valentin Weber, durch deren Unterstützung eine herrliche Darstellung der „Verkündigung“ habe ersteigert werden können, deutete sie auf das prächtige Kunstwerk links neben der Krippe.

Christine Tröger

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