Wechsel im Gestaltungsbeirat

Stadträte berufen Nachfolger für Katja Aufermann, Werner Binotto und Norbert Diezinger 

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Thomas Glogger
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Helmut Kuess
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Hans-Peter HebenspergerHüther

Kempten – Drei neue Köpfe beraten die Stadt künftig in Fragen des Städtebaus, der Architektur und der Landschaftsplanung. Bauausschuss und Stadtrat haben vor Weihnachten Nachfolger für Katja Aufermann, Wener Binotto und Norbert Diezinger berufen, deren Zeit im Kemptener Gestaltungsbeirat endete. Gleichzeitig verlängerten die Stadträte die Tätigkeitsperdioden der Experten im Gestaltungsbeirat.

Ein „herrvorragender Ruf“ eilt Architekt und Stadtplaner Prof. Hans-Peter Hebensperger-Hüther voraus, sagte Baureferent Tim Koemstedt, der die drei neuen Kandidaten für den Gestaltungsbeirat vorstellte. Der Geschäftsführer von H2R Architekten und Stadtplaner aus München wurde 1996 zum Professor für Entwerfen und Gebäudelehre an der Hochschule Coburg berufen. Sein Fokus liege auf dem Wohnungsbau. Dabei beschäftige sich Hebensperger-Hüther oftmals mit der Frage des Platzsparens. Der Mitinitiator der Coburger Wohnbautage ist bereits Mitglied im Gestaltungsbeirat Landshut und arbeitet oftmals an Forschungsprojekten für die oberste Baubehörde. Koemstedt zeigte bei der Vorstellung Hebensperger-Hüthers 33 Atriumhäuser in München, die bereits Berühmtheit erlangt hätten. 

Breit aufgestellt sei der Architekt und Stadtplaner Thomas Glogger. Auch er ist Geschäftsführer und leitet mit anderen das Büro 3+architekten glogger.müller.blasi in Augsburg. Glogger kenne sich bei Wohnnungen, Gewerbebauten und Städtebau aus. „Sogar ein Kloster hat er schon gebaut“, sagte Koemstedt. Zwischen 2008 und 2011 war der aktuell Lehrbeauftragte an der Hochschule Augsburg Vorsitzender im Baukunstbeirat in Augsburg und im Kuratorium WBG-Stiftung Architektur und Bauingenieurwesen. „Glogger kann schwierige Themen gut transportieren“, warb Koemstedt für den ausgebildeten Mediator für Planungs-, Bau- und Umweltthemen, der breite Erfahrung als Preisrichter mitbringe. 

In diversen Gestaltungsbeiräten war Helmut Kuess aus Oberösterreich bereits tätig, aktuell in Lustenau, Götzis, Nüziders, Langen und Schnifis. Der selbständige Architekt und Stadtplaner kenne sich nicht nur bei Themen wie Wohnungsbau, Kommunalbau und Denkmalschutz aus, sondern auch bei Entwicklungskonzepten und Masterplänen für den Städtebau genauso wie bei Bauleitplanung. Der Kontakt sei über den scheidenden Gestaltungsbeirat Werner Binotto entstanden. Auch die Tatsache, dass Kuess als Beratung für die oberösterreichische Landesregierung tätig ist und bereits oftmals Preisrichter war, sprechen laut Koemstedt für ihn. 

Nicht ohne Aufermann, Binotto und Diezinger Dank auszusprechen, stimmten sowohl Stadtrat als auch Bauausschuss einstimmig für die vorgestellten Kandidaten. Weil es, wie Koemstedt erklärte, anfangs einige Sitzungen dauere, bis die Gestaltungsbeiratsmitglieder optimal zusammenspielten, werden die Beiratsperioden künftig nicht wie bisher nur zwei, sondern drei Jahre lang dauern. Nach diesen drei Jahren müssen mindestens zwei der Fachleute ausgewechselt werden. Eine Berufungsperiode dauert maximal sechs Jahre – anstatt bisher vier. Nach einer Pause von drei Jahren können die Experten aber wieder berufen werden.

Susanne Lüderitz

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