Der nächste "Promi" geht

Nach Gertraud „Altstadttraudl“ Schwarz ist mit Dipl.-Ingenieur a.D. Wolfgang Haertinger jetzt das zweite prominente Mitglied aus dem Verein der Altstadtfreunde ausgetreten. Als Grund nannte der 85-Jährige ehemalige Bauamtsleiter die Pro-Tiefgaragenhaltung von Altvorstand Hansjürg Hensler und dessen Nachfolger Dietmar Markmiller.

In einem Brief an Vorstand Markmiller schreibt der Ingenieur: „Ich finde es unerträglich, dass Sie dem Stadtheimatpfleger und Vorsitzenden des Heimatvereins in den Rücken fallen und seine berechtigten Befürchtungen hinsichtlich möglicher Schäden an der Basilika und ihrem historischen Umfeld einfach ignorieren.“ Anstoß nimmt Haertinger auch an Altvorstand Hansjürg Hensler, der per Anzeige im KREISBOTEN für die Tiefgarage geworben hatte. „Das habe ich unmöglich gefunden“, so Haertinger. Henslers Nachfolger Markmiller, auch Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Mitte, empfiehlt der Ex-Ingenieur, das Attribut „parteipolitisch neutral“ künftig aus der Eigenwerbung des Vereins zu streichen. „Es liegt doch auf der Hand, dass das eine ideologische Haltung war“, spielte Haertinger auf Markmillers aufgeschlossene Position gegenüber einer Tiefgarage an. Markmiller indes kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. Gegenüber dem KREISBOTEN bezeichnete er Henslers Tiefgaragen-Werbung als dessen eigene Meinung, „und nicht die Aussage des Vorstandes.“ „Wenn man das auf den Verein projiziert, kann ich das nicht verstehen“, so der Vorsitzende weiter. Dass er selbst für die Tiefgarage gewesen sei, „hat nichts mit der Parteizugehörigkeit zu tun, sondern mit persönlicher Überzeugung“, betonte er. Weitere Austritte wegen der „Tiefgaragen-Affäre“ habe es nicht gegeben.

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