Nächtliches Shoppen lockt Tausende

Das Rahmenprogramm sorgt für die passende Stimmung.

Die Stadt war voll mit Menschen – etliche Tausende nutzten die lange Einkaufsnacht und/oder gönnten sich einen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt in der Altstadt. Viele zeigten sich begeistert vom Mitternachts-Shopping einschließlich Rahmenprogramm, das das Kemptener City-Mangement organisiert hatte.

„Eine Supersache“, lobte auch das Rentnerehepaar Sybille und Heinz Krügler. „Schön sei die Weihnachtsdekoration im Forum, und auch das neue Sportangebot bei Reischmann habe man genutzt, schwärmten die Dietmannsrieder. „Ich habe mir dort Skibekleidung gekauft“, freute sich Sybille. Beim „Waffelbeck“ habe man Leckeres mit Eierlikör genossen, berichtete Heinz. Aber einmal im Jahr reiche so eine lange Einkaufsnacht schon, war sich das Ehepaar einig. Während Elisabeth aus Immenstadt (42) sich so eine Mitternachts-Shopping schon öfter vorstellen könnte. Abschließend erholten sich die Krüglers am Glühweinstand vor dem Kaufhof. Um dann wenige Minuten später den Klang von 50 Alphörnern vor der Residenz zu genießen. „Alle Alphornbläser sind von Gruppen aus dem ganzen Allgäu“, erläuterte Drigent Edwin Reisach, der sich über den großen Zuhörerandrang freute. Lange Warteschlangen Schon zuvor hatten Alphornbläser-Gruppen ihre erhabenen Töne in der Innenstadt erklingen lassen. Auch Chöre waren unterwegs. Viel Beifall fuhr die Günztaler Chorgemeinschaft ein, die vor dem Riesenchristbaum beim Forum adventliche Weisen vortrug. Reichlich Zuschauer lockte auch die Jugendkulturinitiative Kaufbeuren an. Deren „Feuerwerker“ von acht bis 25 Jahren entfachten ein mächtiges Spektakel – Fackeln und brennende Schnüre tanzten durch die Luft. Das Highlight besorgte dabei Feuerschlucker Matthias Frei. Bis zu locker fünf Meter hoch „spuckte“ er die Feuersäule, um sie dann wieder im Munde erlöschen zu lassen. „Die Mundhöhle habe ich mir schon ab und zu etwas verbrannt, aber was Schlimmes ist bisher nicht passiert“, beruhigte Matthias einige neugierige Zaungäste. Während in den großen und kleineren Geschäften teils lange Warteschlangen gleich an mehreren Kassen registriert wurden, kaufte Geogia aus Pfronten (16) in beschaulicher Atmosphäre ein. Sie steht auf Kerzen aus echtem, handgezogenen Bienenwachs, und da wird sie bei Verkäuferin Christiane (52) fündig. Letztere arbeitet in einem der Verkaufszelte in der Fußgängerzone. Gleich daneben bietet Heike Wandt-Dünsing warme Strickmützen aus eigener Herstellung an. Natürlich habe sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schon einige Kopfwärmer verkauft, freut sich die passionierte Strickerin. In räumlicher Nachbarschaft stehen riesige Holzfiguren, die das Geschehen von Bethlehem darstellen. Von der Ruhe und Stille der Weihnachtsnacht konnte natürlich an diesem umtriebigen Abend keine Rede sein.

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