"Hörnerwetzen" bei der Narrenzunft Isny

Die Saison beginnt

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Die Hörner sind gewetzt, die „Lachende Kuh“ ist bereit für die Fasnet-Saison.

Isny – Das „Hörnerwetzen“ ist jedes Jahr einer der wichtigen Termine bei der Narrenzunft „Lachende Kuh“ und wird traditionell nach Dreikönig veranstaltet. Jetzt ist alles fertig für den närrischen Einsatz und es sind überzeugte „Hästräger“, die sich auf die Saison und die Saalveranstaltungen vorbereiten.

Zunftmeister Frank Müller und die „im Dienst ergrauten“ Mitglieder legen Wert darauf, dass die Saison möglichst ohne nennenswerte Zwischenfälle bewältigt wird. In diesem Jahr ist das besonders auch wieder für übermütige Kühe, närrische Hexen und handfeste Kuhtreiber in Erinnerung zu bringen. Frank Müller begrüßte die Mitglieder der Narrenzunft und den Ehrenzunftmeister Anton Prestele mit einem kräftigen „He Muh!“. 

Gleich zu Beginn ging es dem Zunftmeister um die Kleiderordnung der Maskenträger. Für die Kühe ist es eine Folge von sechs Geboten, die jedes Mal verlesen werden. Es ist darauf zu achten, dass ein freundliches Gesicht unter die Maske kommt; dass die Maske in Farbe, Bast und Zubehör ordentlich ist; dass das Häs nicht zerschlissen und nicht beschissen ist; dass keine nackten Körperteile sichtbar sind; dass keinesfalls das Euter auf dem Boden schleift und dass die Kuh Schellen trägt, damit sie nicht verloren gehen kann. Auch die allgemeinen Verhaltensregeln wurden angesprochen. Unehrenhaftes Handeln und schwere Verstöße gegen das Interesse des Vereins kann mit Ausschluss aus der Zunft geahndet werden und wer dreimal hintereinander ohne Entschuldigung fehlt, kann für die nächste Saison gesperrt werden. Das hört sich zwar recht rigoros an, aber wie soll man denn eine Gruppe zusammenhalten, wenn wie beim großen Ringtreffen tausende Maskenträger durcheinander wuseln, bevor der Umzug überhaupt beginnt. 

Fasnet ist ganz offensichtlich eine ernste Sache, den Spaßfaktor bringen die einzelnen dann selbst mit und Tradition und Heimatverbundenheit sind mit die Triebfedern für die Mitglieder aller Zünfte in der Region. Natürlich gab es auch noch andere Punkte, die besprochen wurden. Immerhin waren 30 Termine zu berücksichtigen und was am Rande in Zusammenarbeit mit der Guggenmusik zu berücksichtigen ist, steht außerdem auf einem anderen Blatt. Immerhin haben die Guggen in diesem Jahr ein Guggentreffen auszurichten und bei Monsterkonzert und der Guggennacht ist man für jeden Helfer dankbar. Am 25. Januar findet vor dem Kaufmarkt in diesem Jahr eine besondere Aktion statt. Ab 10 Uhr werden dort Getränke und Essen angeboten, das zum überwiegenden Teil vom Kaufmarkt gesponsert wird. Besonders die Veranstaltungen in Isny sind gut zu planen. Dekoration im Kurhaus, die drei Bälle, der Rathaussturm und der Isnyer Umzug, traditionell am Faschingsdienstag um 14 Uhr, sind Ereignisse die durchaus ihr Gewicht haben. Abschließend gab Frank Müller noch bekannt, dass in diesem Jahr der Preis der Umzugsplakette auf drei Euro angehoben wurde. 

Zudem bat er die Mitglieder der Zunft noch einmal eindringlich, sich am Verkauf zu beteiligen, denn das dabei eingenommene Geld werde dringend für die Finanzierung der Busfahrten zu anderen Veranstaltungen benötigt. „Außerdem wird es ohnehin finanziell enger, wenn demnächst mit dem Bau der ‘Zunftstube’ auf dem schon länger erworbenen Grundstück begonnen wird“, so Müller weiter. Die Baugenehmigung liegt bereits vor und der Spatenstich ist in wenigen Tagen.

Manfred Schubert

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