Natur tut gut 

Kinder entdecken den Schwabelsberger Weiher 

Kinder untewegs in der Natur
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Die „Grenen Kender“ lernen, mit der Natur umzugehen.

Kempten – Draußen sein und mit anderen Kindern zu spielen, basteln und zu lernen, tut besonders in diesen Zeiten gut. Die Wildnisgruppe „Grene Kender“ ist seit Anfang Oktober rund um den Schwabelsberger Weiher unterwegs.

Da wundern sich manchmal die Spaziergänger und NaturliebhaberInnen, wenn fröhliches Kinderlachen aus dem Wald und dem Gebüsch erklingt. Doch keine Angst – das Naturschutzgebiet wird dadurch nicht beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil! Unter der Anleitung der Wildnispädagogin Lena Schumacher lernen die Kinder den schonenden, verantwortungsvollen Umgang mit der Natur.

Die Erfahrungen und Erlebnisse draußen in der Natur helfen ihnen, ein stärkeres Umweltbewusstsein zu entwickeln. Die 15 Plätze der Wildnisgruppe waren innerhalb weniger Tage belegt, die meisten Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren verpassen seitdem keinen Termin. In den ersten Wochen standen das gegenseitige Kennenlernen und die gemeinsame Erkundung des Waldes und der Umgebung im Vordergrund. Auf dem Programm standen Naturforscherteams, Müllsammelaktionen, gemeinsames Handwerken, Wahrnehmungs- und Naturerfahrungsspiele, Feuermachen und Feuerküche, die Natur im Herbst und Winter. Durch das offene und flexible Programm können sich die Kinder mit ihren Ideen einbringen und Aktionen selbst mitgestalten.

Ganz ohne Leistungsgedanke erkunden sie die Natur nach ihren persönlichen Interessen und können sich frei ausprobieren. Es dauert nicht lange und die Neugier am Wald, seinen Lebewesen und den Zusammenhängen in der Natur wächst. Nach nur wenigen Wochen merkt man den Kindern deutlich an, wie gut ihnen der Aufenthalt in der Natur tut, unabhängig von Jahreszeit und Aktion. Besonders in der derzeitigen Situation mit vielen Beschränkungen haben die Kinder ein großes Bedürfnis nach „Normalität“ und Ursprünglichkeit. Die natürlichen, uralten und unveränderbaren Zusammenhänge können dabei eine große Unterstützung sein. Gerade in Zeiten, in denen das Leben in geschlossenen Räumen anstrengend und eingeschränkt ist, eröffnet so ein „Leben im Wald“ einen (ent)spannenden Ort, an dem man sich frei ausprobieren kann.

Eltern, die von Begeisterung, Freude, Interesse und Durchhaltevermögen ihrer Kinder berichten. „Mein Kind freut sich schon jedes Mal aufs nächste Mal.“ Es besteht bereits eine Warteliste mit über 20 Kindern, für die eine weitere Gruppe eröffnet werden soll. Für die Finanzierung sind dringend Spenden benötigt, denn es scheitert bisher ausschließlich an der Finanzierung und nicht am Interesse der Kinder. Spenden an: ikarus.thingers e.V., Stichwort „Grene Kender“ Sparkasse Allgäu, IBAN DE63 7335 0000 0610 0209 92, BIC BYLADEM1ALG.

kb

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