"Nauf auf die Bank"

Benny (links) und Martin von „Losamol Mundart“ bei ihrem Live-Auftritt am Donnerstagabend auf der Bühne im Stadtpark. Foto: Läufle

„Nimm dein Schatz an da Hand und stand nauf auf die Bank, nauf nauf auf die Bank, nauf nauf auf die Bank!“ – So klingt ein Teil des Refrains eines Liedes, das Martin Folgmann und Benjamin Schehl von der Gruppe „Losamol Mundart“ heuer extra für die Festwoche geschrieben haben. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich „Nauf auf die Bank“ im Internet über facebook und youtube und wurde auch auf der Festwoche gespielt. Weil das Lied so gut ankam, bekam das Allgäuer Duo zudem am Donnerstagabend noch einen Live-Auftritt auf der Bühne im Stadtpark.

Dass die beiden ein Lied zur Festwoche schreiben war für den Kemptener Martin Folgmann und den gebürtigen Oberstaufener Benjamin Schehl schnell klar. „Die Festwoche ist das größte Ereignis im Allgäu und wir machen Musik in Allgäuer Mundart“, erläuterte Martin vergangene Woche gegenüber dem KREISBOTEN. Seit drei Jahren machen die beiden zusammen Musik, davor waren sie bereits seit 1998 musikalisch aktiv. Seit einem Jahr haben sie sich der Allgäuer Mundart verschrieben. Dass ihr Festwochen-Lied „Nauf auf die Bank“ so gut ankommt, war für Martin und Benny aber etwas überraschend: „Wir haben schon gedacht, dass es bekannt wird, nicht aber, dass es so einschlägt“, meinte Benny. Am meisten erstaunt waren die beiden, dass sich das Lied im Internet so schnell verbreitete. Auf facebook haben es Martin und Benny auf die „Losamol Mundart“-Seite gestellt und von dort nahm alles seinen Lauf. Mitte vergangener Woche, eineinhalb Wochen nach der Veröffentlichung, hatte das Lied bereits über 16 500 Klicks auf youtube und pro Tag kamen viele Klicks dazu (Stand Montagmittag: rund 22 700 Klicks) . Auch von den lokalen Radiosendern wurde der Song regelmäßig gespielt. „Das freut uns brutal“, sagte Martin und betonte, dass „Nauf auf die Bank“ insge-samt in acht verschiedenen Ländern und auch in Hannover, Hamburg und Berlin angehört werde. Ein Zufallsprodukt war der Song allerdings nicht. „Das war lange geplant, wir legen sehr viel Wert auf unsere Tex-te“, unterstrich Martin. Insgesamt brauchten die beiden über drei Monate, um das Lied zu vollenden. „Das war ne harte Nuss“, verriet Martin und Benny ergänzte, dass gut das doppelte an Text noch übrig geblieben sei. Eigener Klang Die Musik von „Losamol Mundart“ hat übrigens ihren ganz eigenen Klang. Martin und Benny singen nicht etwa zu Blasmusik, sondern vermischen Reggae-Klänge mit Allgäuer Dialekt. Den „Reggae-Style“ wollen sie auch beibehalten. Insgesamt gibt es von dem Duo bereits sechs allgäuerische und vier nicht-allgäuerische Lieder. Vier der Allgäuer Songs präsentierten die beiden bei ihrem Live-Auftritt am Donnerstagabend auf der Bühne im Stadtpark. Wie es jetzt weitergeht, lassen Martin und Benny auf sich zukommen. „Wir machen uns keine großen Illusionen“, sagte Benny, der als Solarmonteur sein Geld verdient. „Wir sind offen für alles und wollen so viel wie möglich mitnehmen“, ergänzte er. Auf jeden Fall machen sie weiter mit der Musik, denn die beiden sind Vollblutmusiker – aber bodenständige, wie Martin, der selbstständige Systemadministrator, betonte.

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