Netzer entmachtet

Gegen die Macht der Narren hat auch ein Oberbürgermeister keine Chance und so ließ sich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Donnerstag um 11.11 Uhr nach nur halbherzigem und hinhaltendem Widerstand den Schlüssel zum Rathaus nehmen. Bis zum heutigen Aschermittwoch regieren Narren, Stadthexen, Waldwaible und andere bunte Gestalten die Allgäu-Metropole.

Der Ansturm auf Netzers Büro war kurz aber heftig. Ohne große Gegenwehr konnte Prinz Thomas II von der Faschingsgilde Rottach dem OB den Schlüssel zum Rathaus abnehmen. Bis zum Ende der närrischen Zeit am heutigen Mittwoch haben damit die Narren das Sagen in Kempten. So will es die närrische Tradition der fünften Jahreszeit. Unter dem Schlachtruf „wir wollen ihn leiden sehen“ zerrten die Wachen Netzer anschließend mit sanfter Gewalt auf den Rathausplatz, wo Elferrat, Waldwaible, Stadthexen, Gardemädchen, Clownsgruppe und vor allem viele Zuschauer den entmachteten Rathauschef bereits erwarteten. „Netzer bleibt in seiner Stadt, da sind wir Narren platt“, sezierten die Karnevalisten der Faschingsgilde dort mit spitzer Zunge aktuelle Themen aus der Stadtpolitik. Die ein oder andere launige Bemerkung zum Hildegardplatz durfte da auch nicht fehlen. Und weil man gerade in unmittelbarer Nähe der „Rollbahnen“ auf dem Rathausplatz befand, bot es sich geradezu an, Netzer mit den „Bräuning-Airways“ vom „Cambodunum-Airport“ wegfliegen zu lassen – allerdings für nur eine Runde ums Rathaus, wo sich Narren unnd Närrinennen anschließend aufwärmen und stärken konnten.

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