Breite Unterstützung für Hospiz-Neubau

Hilfe hat "an Dynamik gewonnen"

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Alter und neuer Vorstand des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V.: (v.l.) Rechtsanwalt Klaus Müller, Pfarrer Folkmar Specker, Gerda Gerlach, Helga Geiger, Dr. Eva Kliebhan, Pastoralreferent i.R. Josef Eberle, Vera Ginzel, Leonhard Boneberg, Dr. Barbara Zagoricnik-Wagner und Josef Mayr. Nicht auf dem Bild sind Prof. Dr. Ludwig Schmid und Dipl. Finanzwirt Wolfgang Schmidt.

„Der Hospizgedanke ist im Herzen der Gesellschaft angekommen“, stellte der Vorsitzende des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V., Josef Mayr, in seiner Begrüßung zur Jahreshauptversammlung fest.

Die Unterstützung für die notwendige Erweiterung und den Neubau habe im vergangenen Jahr deutlich an Dynamik gewonnen und laufend gebe es unterschiedliche Aktionen zur Finanzierung des Neubaus.

Die Bedeutung der Aufgabe und die breite Unterstützung spiegeln sich in steigenden Mitgliederzahlen wieder. Die Zahl der Mitglieder stieg von 689 Ende 2015 auf aktuell 715 Mitglieder, die Zahl der ehrenamtlich aktiven Hospizbegleiter stieg von 107 auf 121.

Wie dringend eine Erweiterung nötig ist, zeigten die Belegungszahlen des AllgäuHospizes. 2015 konnten 39 Gäste nicht aufgenommen werden, weil alle Zimmer belegt waren, im Jahr 2016 konnten 113 Gäste nicht aufgenommen werden.

Der Vorsitzende erläuterte den Stand der Planung. Die Bauvoranfrage wurde genehmigt. Jetzt werden die Verantwortlichen Gespräche mit den Gebietskörperschaften führen. Der Bauantrag soll im Juni 2017 gestellt werden. Der Finanzaufwand für das ganze Bauvorhaben liege bei 6,9 Millionen Euro. Bis Anfang 2017 konnten der Verein und die AllgäuHospiz gGmbH fast drei Millionen Euro an Spenden für das Projekt zurücklegen. Der Vorsitzende zeigte sich zuversichtlich, diese Summe bis Ende 2017 auf insgesamt vier Millionen Euro zu erhöhen, sodass dann mit den anderen Zuschüssen die Finanzierung gesichert sei.

Im Jahre 2017 wolle man mit einer großen Bausteinaktion weiter um Unterstützung bitten. Falls Spenden und Zuschüsse nicht das notwendige Finanzvolumen decken sollten, müssten die Träger bis zu eine Million Euro als Fremdfinanzierung aufnehmen. Ziel der Planung sei ein Baubeginn im Jahr 2018 und eine Neueröffnung Ende 2019 nach einer Bauzeit von circa 1,5 Jahren. Der Betrieb des stationären Hospizes werde in der Bauphase ausgelagert. Der Neubau sei eines der größten oder sogar das größte Projekt, das von Ehrenamtlichen in der Region je gestemmt wurde. Mayr zeigte sich jedoch zuversichtlich „Wen Gott auf steinige Wege schickt, dem gibt er auch ein kräftiges Schuhwerk.“

Vor Beginn der „heißen“ Planungs- und Bauphase für das neue erweiterte AllgäuHospiz, wählte die Jahresmitgliederversammlung des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu e.V. eine neue Vorstandschaft. Vier neue Mitglieder übernehmen nun Verantwortung und unterstützen die erfahrenen Vorstandsmitglieder. Josef Mayr dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für den großen Einsatz in den vergangenen Jahren. „Was bis heute erreicht wurde, verdanken wir auch den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Professor Dr. Ludwig Schmid und Gerda Gerlach, sowie Schatzmeister Klaus Müller und Vera Ginzel.“ Sie hätten beispielhaft in diesem wichtigen Ehrenamt gearbeitet.

Als neue stellvertretende Vorsitzende wurden Dr. Eva Kliebhan und Pfarrer Folkmar Specker gewählt. Für die Aufgabe des Schatzmeisters konnte der Steuerberater und Dipl. Finanzwirt Wolfgang Schmidt gewonnen werden. Pastoralreferent i.R. Josef Eberle, Helga Geiger und Leo Boneberg übernehmen als neugewählte Vorstandsmitglieder Verantwortung. So ist es auch wieder gelungen, die Hospizgruppen Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf in der Vorstandschaft zu verankern.

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