Ausbau Fahrradwegenetz

Radweg "Wiggensbach-Neuhausen-Kempten" soll neu gebaut werden

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Kempten/Wiggensbach – Kritik am Kemptener Radwegenetz war in letzter Zeit immer wieder zu hören, im ADFC-Fahrradklima-Test hat Kempten gerade erst schlechte Noten kassiert.

Die Gemeinde Wiggensbach hat einen Plan für eine bessere Verbindung zu Kempten, die über Neuhausen führt, und will dafür die Stadt ins Boot holen. Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits 2015 durchgeführt, nun soll die Stadtverwaltung mit konkreter Planung beginnen.

CSU-Stadtrat Alexander Buck wies im jüngsten Verkehrsausschuss darauf hin, dass der Radweg bereits im Mobilitätskonzept (MoKo) integriert sei, „das ja längst beschlossen ist“. Deshalb dürfe der Vorschlag jetzt nicht mehr abgeschmettert werden. Laut Markus Wiedemann, Leiter des Tiefbauamts, liegen die Gesamtkosten bei etwa 5,4 Millionen Euro, die Stadt Kempten würde davon ca. 3,51 Millionen Euro übernehmen. CSU-Stadtrat Karl Sperl erinnerte sich an einen Bericht aus einer Wiggensbacher Gemeinderatssitzung. Dort sei über ein Kostenvolumen von ca. 6,5 Millionen Euro gesprochen worden. Sperl wollte wissen, woher die Differenz komme. 

Der Wiggensbacher Bürgermeister Thomas Eigstler erklärte dazu, beide Summen seien nur grobe Annahmen. Zu diesem frühen Zeitpunkt, an dem noch keiner mit den Grundstückseigentümern verhandelt habe, könnten keine genaueren Zahlen genannt werden. Von CSU-Seite kam die Forderung, dass dieser Radweg angesichts des großen MoKo-Maßnahmenkatalogs auf der Prioritätenliste weiter hinten anzusiedeln sei. Oberbürgermeister Thomas Kiechle sah den Beschluss, die Verwaltung mit der Planung zum Neubau zu beauftragen, als „ein Signal für den Radweg“, dennoch sei dies ein Thema, „das nicht allzu bald auf uns zukommt“. Eine Priorisierung der einzelnen MoKo-Maßnahmen würde dem zu einem späteren Zeitpunkt nicht entgegenstehen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. 


Martina Ahr

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