Familien im Blickpunkt

Viele helfende Hände

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OB Dr. Ulrich Netzer (v.r.), Marcel Sroczynski, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof Kempten, Annett Lukas, Geschäftsstellenleiterin des City-Managements, Claudia Dress, Vorsitzende des Aktionskreises Familienfreundliches Kempten, und die Teilnehmer der Aktion „Die helfende Hand“ wollen die Familienfreundlichkeit Kemptens stärken.

Kempten – In den Eingangstüren mancher Kemptener Geschäfte und Einrichtungen wird künftig eine Plakette kleben, die grün umrandet ist und eine Kinderhand zeigt.

Das Zeichen steht für „Die helfende Hand“ und weist darauf hin, dass Menschen in Notsituationen hier Hilfe finden können. Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder, ältere Menschen und Behinderte. Momentan nehmen 42 Unternehmen und Einrichtungen an der „Helfenden Hand“ teil. 

Den Vertretern übergaben am Mittwoch vergangener Woche in der Schrannenhalle der OB Dr. Ulrich Netzer und Dr. Gerd Müller (beide CSU), Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, die Plaketten. Die Idee für „Die helfende Hand“ geht auf Claudia Dress, Vorsitzende des Aktionkreises Familienfreundliches Kempten, und Annett Lukas, Geschäftsstellenleiterin des City-Managements Kempten, zurück. Die Teilnehmer der Aktion verpflichten sich damit zu folgenden Dingen: Sie lassen im Notfall telefonieren, sie helfen bei Barrierehindernissen, sie achten auf hilfsbedürftige Personen und bedienen diese gegebenenfalls bevorzugt, sie bieten eine Sitzmöglichkeit zum kurzen Ausruhen an, sie haben einen Erste-Hilfe-Kasten, sie helfen Kindern, die in einer Notlage sind, sie halten für Kinder Spiele und Kinderbücher bereit, sie lassen in dringenden Fällen die Benutzung der Toilette zu und sie helfen, den Weg in der Stadt zu finden. 

Das Angebot ist unabhängig davon, ob die Hilfesuchenden in dem Geschäft einkaufen oder nicht. Mit der „Helfenden Hand“ soll Kempten familienfreundlicher werden. „Wir werben dafür, dass es noch mehr Teilnehmer werden“, sagte Annett Lukas in der Schrannenhalle. „Das ist eine vorbildliche Aktion“, bekräftigte Dr. Gerd Müller. „Auch das Verbraucherschutzministerium in Berlin hat ein Interesse daran, dass das Thema Familienfreundlichkeit in den Köpfen von Geschäften und Unternehmen einer Stadt verankert wird.“ Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei nicht mehr nur ein Thema, dass die Frauen betreffe. Er wünsche sich, dass Kempten die familienfreundlichste Stadt Deutschlands wird. „Die Plakette an sich ist ein wichtiger Schritt dorthin“, meinte Marcel Sroczynski, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof Kempten. Er hofft jedoch, dass es nicht viele Situationen gibt, in denen Menschen auf diese Hilfe angewiesen sind. „Die Familie betrifft viele Bereiche, auch den Lebensraum der Stadt“, so Claudia Dress. Franziska Kampfrath

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