Vorfahrt für den Radverkehr

Die neue Allianz fordert die Umsetzung von MoKo-Maßnahmen

+

Kempten – Im Vorfeld des Verkehrsausschuss, der am 21. Juli seine Arbeit in der neuen Legislaturperiode aufnimmt, stellt die neue „große“ Gemeinschaft aus Freie Wähler, SPD, FDP, die Grünen mehrere Anträge zur Diskussion.

Alexander Hold, Alexander Buck (beide FW/ÜP), Thomas Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen), Katharina Schrader, (SPD), Dominik Spitzer (FDP) und Stefan Thiemann, Beauftragter für Mobilität Stadt Kempten, fordern die Verkehrsberuhigung durch Festsetzung einer Einbahnregelung am Hildegardplatz an Wochenmarkttagen mit Ausnahmen für den ÖPNV.Außerdem solle an der Poststraße zwischen Residenzplatz und Salzstraße überprüft werden, ob der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich bis zur Salzstraße erweitert werden könne. 

Möglichkeiten zur Aufwertung der Poststraße durch Gestaltungselemente wie Pflanztröge, Verschwenkungen etc. bei möglichst geringer Einschränkung der Abstellplätze und in Abstimmung mit den Anliegern seien zu prüfen. Auch der Bereich um das Kemptener Rathaus und insbesondere die Kronenstraße benötige Veränderung: Der Bereich weise eine sensible Einzelhandels- und Gastronomiestruktur sowie hohe Verkehrsbelastung durch rollenden und ruhenden Pkw-Verkehr auf. Der Parkdruck könne durch Überwachung des ruhenden Verkehrs in der Kronenstraße gemindert werden. Präventive Geschwindigkeitskontrollen könnten den Durchgangsverkehr mindern und zur Lärmminderung beitragen und die Gefährdung der Fußgänger herabsetzen. Am Rathausplatz soll eine Fußgängerzone auf dem Rathausplatz Südseite Rathaus und ggf. in einem weiteren Schritt inklusive Wachtgässele ausgewiesen werden.

Direkt vor dem Rathauseingang bzw. vor dem Einwohnermeldeamt sollten außerdem zwei Kurzzeitstellplätze für Menschen mit Behinderung markiert werden. In einem weiteren Schritt fordern sie, eine Möglichkeit zu schaffen, den zentralen Bereich der Kronenstraße zwischen Grünbaumgasse und Gerberstraße abzusperren. Dies könnte mittels versenkbarer Poller, insbesondere nachts, im Falle des Händlermarktes oder anderer Aktionstage, realisiert werden. Die erforderlichen Haushaltsmittel dafür seien zu ermitteln. 

Auch der Radverkehr solle verbessert werden, fordert die Allianz: Kempten sei Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern), dennoch weise der Anteil des Radverkehrs in der Stadt einen unterdurchschnittlichen Wert auf. Mehr fest installierte Radabstellanlagen mit Ladestationen für E-Bikes in den Bereichen Bahnhofstraße, Hirnbeinstraße, Residenzplatz und Engelhaldepark sollen dazu beitragen, genauso wie eine Teilnahme an der Initiative Bike & Ride-Offensive der Deutschen Bahn. Damit Radwege auch im Winter genutzt werden können, sei ein Schneeräumkonzept für die höher frequentierten Radwege nötig, um Gefahrenstellen durch Schneeberge zu beseitigen. 

Außerdem fordern die vier Parteien, zu prüfen, ob die Gerberstraße für den Radverkehr als zeitlich begrenzte Versuchsphase freizugeben sei. Die geforderten Maßnahmen korrespondiert mit den Zielstellungen aus dem Mobilitätskonzept Kempten 2030 und sind teils bereits darin genannt. Sie dienen, so die Antragssteller, der Beruhigung des innerstädtischen Verkehrs, dem Fortschritt in Fragen des Klimaschutzes und der Modernisierung des Modal-Splits in Kempten. 

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Die Allgäuhalle (Tierzuchthalle) in Kempten 
Die Allgäuhalle (Tierzuchthalle) in Kempten 
Fahrradfreundlichkeit und Verkehrssicherheit wurden im Verkehrsausschuss groß geschrieben
Fahrradfreundlichkeit und Verkehrssicherheit wurden im Verkehrsausschuss groß geschrieben
Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz: Alte Linde bleibt erhalten
Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz: Alte Linde bleibt erhalten
Bachtelweiher neu diskutiert
Bachtelweiher neu diskutiert

Kommentare