Neue alte Gesichter

Susanne Zinth. Fotos: Matz

Nur „wenige, aber gewichtige Wechsel“ seien heuer zum neuen Schuljahr an der Spitze der Kemptener Schulen vollzogen worden, meldete sich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) vergangene Woche aus dem Urlaub zurück. So steht die Städtische Realschule ab sofort unter der Leitung der Buchloerin Susanne Zinth. Das Carl-Von-Line-Gymnasium wird dagegen künftig von einem in Kempten gut bekannten Pädagogen geleitet: Oberstudiendirektor Werner Preising war bis 2004 am Allgäu-Gymnasium, ehe er jetzt nach einem Abstecher nach Memmingen das CvL übernimmt.

Der 60 Jahe alte Oberstudiendirektor der Fächer Deutsch, Geschichte und Sozialkunde unterrichtete von 1978 bis 2004 am Allgäu-Gymnasium. 2004 übernahm er schließlich die Leitung des Bernhard-Strigel-Gymnasiums in Memmingen. Nun also das CvL. „Eine Schule wie diese reizt sehr“, so Preising, der mit der Rückkehr nach Kempten auch eine Verbesserung seiner Lebensqualität verbindet. „Traditionen bewahren, neue Herausforderungen meistern“, beschrieb er seine Aufgaben für die nächsten Jahre. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Mittagsbetreuung. Darüber hinaus will er sich für eine bessere Förderung der Schüler einsetzen – sowohl der schwächeren als auch der besonders begabten. „Das ist ein ganz wichtiges Feld“, betonte er. Gerade Hochbegabten „können wir im normalen Unterricht nur Magerkost anbieten.“ Privat möchte sich der Pädagoge künftig wieder mehr in Theater-Projekten oder im sozialen Bereich wie etwa durch eine Schülerpatenschaft einbringen. „Ich bin unheimlich nett von den Kollegen aufgenommen worden“, freute sich hingegen Susanne Zinth, Lehrerin für Religion und Mathe und bisherige komissarische Leiterin der Staatlichen Realschule Buchloe. „Es herrscht eine sehr freundliche Atmosphäre – das alle Schüler grüßen, bin ich eigentlich gar nicht gewohnt.“ Ihr als Teamarbeiterin sei es vor allem wichtig, „dass wir uns als Team verstehen und das wir jeden Schüler als Individuum ansehen“, erklärte Zinth. Derzeit ist Zinth Chefin von 32 Lehrern und 421 Schülern mit zwei neuen offenen Ganztagesgruppen. Die Ganztagesgruppen mit ihren 44 Schülern seien auf eine „höchst überraschende Resonnanz“ gestoßen, erläuterte Benedikt Mayer, Leiter des Amtes Für Jugend, Schule und Soziales. OB Netzer zeigte sich dagegen mit der Auswahl der beiden neuen Schulleiter zufrieden. „Es war uns sehr wichtig eine Person zu finden, die die gleiche Auffassung hat wie wir: die individuelle Förderung der Kinder, damit alle ihren Platz in der Gesellschaft finden“, sagte er vor allem im Hinblick auf Zinth, deren Schule unter städtischer Verantwortung steht.

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