Neue Gesichter

OB Dr. Ulrich Netzer (CSU, rechts) begrüßt Thomas Weiß (links) und Thomas Reuß. Foto: Läufle

Mit Thomas Reuß und Thomas Weiß hat die Stadtverwaltung seit vergangenen Donnerstag zwei neue Mitarbeiter. Am Freitag stellte OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) den neuen Jugendamtsleiter (Reuß) sowie den neu eingeführten Klimaschutzmanager vor. Beide Posten sind dem Rathauschef zufolge wichtig für die Strategischen Ziele 2020 des Stadtrats.

Thomas Weiß ist in Neumarkt in der Oberpfalz geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur lebte er zehn Jahre lang in den USA und studierte Umweltwissenschaften. Seit 1993 ist Weiß wieder in Deutschland und war in verschiedenen Umweltbereichen tätig. Ab Januar 2003 war er bei der Neumarkter Lammsbräu Beauftragter für das Umwelt- und Qualitätsmanagement. „Ich habe mich viel mit dem Thema Umweltschutz auseinandergesetzt“, sagte Weiß am Freitag. In Kempten wird er sich jetzt vor allem mit dem im vergangenen Jahr vom Stadtrat verabschiedeten Klimaschutzkonzept auseinandersetzen. „Das wird meine neue Bibel sein.“ Wichtig ist für ihn auch die Zusammenarbeit mit den Schulen und Jugendlichen. „Ich möchte das Bewusstsein für die Klimaschutzthemen in den Vordergrund bringen“, sagte er. Eine wichtige Rolle in seiner Arbeit wird auch die Netzwerkbildung sein. Große Erfahrungen Thomas Reuß, der in Augsburg geboren ist, machte zuerst eine Ausbildung zum staatlich geprüften Erzieher, ehe er von 1989 bis 1992 in Benediktbeuren Sozialpädagogik studierte. Nach einem Auslandsprojekt mit so genannten intensiv-sozialpädagogischen Einzelbetreuungsmaßnahmen in Neuseeland übernahm er 1995 im Evangelischen Johannesstift in Berlin die Leitung einer Tagesgruppe für Kinder in Erziehungshilfe- und Fördermaßnahmen. Nach Kempten kam er 1999 wie er selbst sagt „zufällig“. Reuß wechselte zum Stadtjugendring und leitete die offene Jugendarbeit im Jugendtreff Thingers. Ab 2001 war der 48-Jährige für das Diakonische Werk als Quartiersmanager im Rahmen der „Sozialen Stadt Thingers“ tätig, was ein wichtiger Baustein in seinem beruflichen Werdegang gewesen sei. Ein weiterer wichtiger Punkt war für ihn die Leitung des Alten- und Pflegeheims Wilhelm-Löhe-Haus, die er von 2006 bis Ende Februar inne hatte. Berufsbegleitend hat er sich zusätzlich in der Mediation und Konfliktbewältigung in Schulen und der Jugend- und Sozialarbeit weiterqualifiziert. Der Wechsel zurück zur Arbeit mit Jugendlichen war von Reuß mehr oder weniger geplant. „Ich habe für mich im letzten Jahr festgestellt, dass ich die Arbeit im Wilhelm-Löhe-Haus nicht bis ans Lebensende machen möchte und habe daher an eine Veränderung so in zwei bis drei Jahren gedacht.“ Da die Stadt jedoch einen neuen Jugendamtsleiter gesucht habe, habe er die einmalige Chance ergriffen und früher als gedacht gewechselt. „Ich möchte mir jetzt möglichst schnell einen Überblick verschaffen und schnell in die Arbeit reinfinden.“ Außerdem hat er das Ziel, die gute, qualitativ hochwertige Arbeit des Amtes weiter hochzuhalten und sich möglichst nahtlos einzufügen. Grundsätzlich ist ihm wichtig, dass auch weiterhin sehr übergreifend gearbeitet wird. „Man muss immer über den Tellerrand schauen und gemeinsam Strategien entwickeln.“

Auch interessant

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Indien trifft Allgäu
Indien trifft Allgäu
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Gewinnspiel: Wir verlosen Ferien-Freizeitpakete im Wert von 5.000 Euro
Zwischen Romantik und Realität
Zwischen Romantik und Realität

Kommentare