Breites Aufgabenspektrum

Simone König ist die neue kommunale Inklusionsbeauftragte

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Die neue kommunale Inklusionsbeauftragte Simone König mit OB Thomas Kiechle.

Kempten – „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“ Davon ist Simone König überzeugt. Sie ist seit Anfang Januar die neue hauptamtliche kommunale Inklusionsbeauftragte der Stadt Kempten

und übernahm damit einen Bereich, der bisher viele Jahre lang von Stadtrat Lothar Köster (SPD) ehrenamtlich zusätzlich zu seiner Aufgabe als Beauftragter des Stadtrats für Senioren, Menschen mit Behinderung und Heime geschultert worden war.

Im Juni 2016 wurde der kommunale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention „Miteinander inklusiv Kempten“ (MIK) beschlossen (derKreisbote berichtete). Eines der wesentlichen Ziele war, dass die Rolle und Aufgaben des kommunalen Behindertenbeauftragten gemäß dem bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz für Kempten durch einen hauptamtlichen Beauftragten für Inklusion erfolgen soll. Nach Beschlüssen des Ausschusses für soziale Fragen und des Stadtrats im Frühjahr/Sommer 2017 ist eine solche Stelle nun also geschaffen worden. 

König ist kein neues Gesicht in der Stadtverwaltung. Die verheiratete 41-jährige Mutter von zwei Söhnen arbeitet seit 2013 bei der Stadt, zuerst im Amt für Jugendarbeit, danach im Amt für Integration. Ihre Aufgabe als neue kommunale Inklusionsbeauftragte sieht die Diplom-Pädagogin darin, zuerst den Status quo des kommunalen Aktionsplans abzurufen und zu schauen, was seit 2016 passiert sei. Wichtig sei auch das Kennenlernen und die Vernetzung (z.B Kontaktpflege zu Behindertenverbänden, sonstigen Institutionen sowie nichtstädtischen Gremien). Die 50-Prozent-Stelle Königs ist als Stabstelle dem Referat 5 zugeordnet. Ihre Aufgaben beträfen jedoch die gesamte Verwaltung, erklärte Jugend-, Schul- und Sozialreferent Benedikt Mayer bei Königs Vorstellung am Dienstagnachmittag. 

In ihrer Stabsfunktion müsse die Inklusionsbeauftragte darauf achten, dass alles bedacht werde, um Menschen mit Behinderung möglichst viel Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das betrifft die Bereiche Kindertagesstätten, Schulen, die Arbeitswelt, die Pflege und natürlich auch den öffentlichen Raum mit Straßen, Übergängen u.v.m. „Frau König betritt ein Feld, das bei uns seit Jahren vorbildhaft bespielt wird“, betonte OB Thomas Kiechle. Ein Beispiel dafür sei die Modellregion Inklusion. Die Inklusionsbeauftragte sei ein übergeordneter Kopf, der die Netzwerkarbeit organisiere und im Bereich Bewusstseinsbildung arbeite, damit sich das Thema Teilhabe in der Gesellschaft noch weiter in die Köpfe setze.

Aufgaben der kommunalen Inklusionsbeauftragten u.a.

• Umsetzung der Ziele und Aufgaben nach dem Bundesteilhabegesetz und dem Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz 

• Umsetzung der im kommunalen Aktionsplan (MIK) empfohlenen Maßnahmen und Vorhaben in Zusammenarbeit mit Betroffenen und Organisationen 

• Vertretung der Stadt in den Netzwerken auf Allgäuer, schwäbischer und bayerischer Ebene 

• Durchführung von Befragungen von Menschen mit Behinderung zu Wünschen bezüglich Barrierefreiheit, Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen, Angebote im Sport etc. 

• Fachberatung städtischer Dienststellen und Schulung der Mitarbeiter

Melanie Weidle

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