Neue Kinderbetreuung

Im Bereich Ludwigshöhe sollen 114 neue Betreuungsplätze entstehen

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Die neuen Betreuungsplätze dürften für Freude in den Familien sorgen. Hoffentlich findet sich dann auch genügend Personal. 

Kempten – Stetig steigende Geburtenzahlen seit 2012 in Kempten bedeuten auch eine Herausforderung an die Stadtverwaltung, unter anderem, was das Betreuungsplatzangebot betrifft. Mit voraussichtlich 600 bis 700 Geburten rechnet das Amt für Kindertagesstätten, Schulen und Sport, pro Jahr, wie dessen Leiterin Marion Haugg vor dem Jugendhilfeausschuss angab.

Deshalb „werden die aktuellen Betreuungsplätze in Kempten nicht ausreichen“, so dass neben den bereits geplanten „weitere 100 Krippen- und 300 Kindergartenplätze kurzfristig zu schaffen“ seien. Unabdingbar sei eine „schnelle bauliche Umsetzung einer neuen Kindertagesstätte“. Geschätzte Kosten: 3,6 Millionen Euro.

Die gute Nachricht: vom Bayerischen Staat gibt es für neu geschaffene Plätze eine Zusatzförderung, die bis zu 35 Prozent Aufschlag auf den jeweiligen Fördersatz betragen kann. Da der Eigenanteil der Kommunen mindestens zehn Prozent der zuweisungsfähigen Ausgaben betragen müsse, seien, so Haugg, somit bis zu 90 Prozent der zuweisungsfähigen Ausgaben zu erwarten.

Geplant ist der Neubau einer Kindertageseinrichtung „Auf der Ludwigshöhe“, auf einem rund 2600 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Tiefenbacherstraße und Ludwigshöhe. Die „relativ ebene Fläche“ sei im Bebauungsplan bereits für solch eine Nutzung vorgesehen, mit Auto wie zu Fuß gut erreichbar und nahe einer Bushaltestelle.

Von der für sechs Gruppen geplanten Einrichtung mit vier Kindergarten- und zwei Krippengruppen könnten durch die verkehrsgünstige Anbindung neben Kindern von der Ludwigshöhe ebenso die aus Sankt Mang, Lenzfried, Rosenau und der Innenstadt profitieren. Insgesamt sollen 114 Betreuungsplätze entstehen, für 34 Kinder unter drei Jahren und für 80 Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt. Das entspricht zwei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern, zwei altersgemischte Kindergartengruppen mit jeweils 20 Kindern, davon fünf Plätze für Kinder ab zwei Jahren, sowie zwei Kindergartengruppen mit jeweils zwölf Kindern.

Um in den Genuss der Zusatzförderung zu gelangen, drängt allerdings die Zeit. Der Antrag muss bis 31. August 2019 gestellt und die Maßnahme bis Juni 2022 vollständig abgeschlossen sein.

Damit die Planungen rasch anlaufen können, empfiehlt der Jugendhilfeausschuss dem Haupt- und Finanzausschuss einstimmig die erforderlichen außerplanmäßigen Mittel in Höhe von 475.000 Euro bereitzustellen. Davon werden allerdings „nur 115.000 Euro kassenwirksam“, der Rest gelte als sogenannte „Quasi-Verpflichtungsermächtigung“, wie Haugg erklärte.

Der Haupt- und Finanzausschuss gab am Dienstagabend in seiner Sitzung grünes Licht für die Bereitstellung dieser außerplanmäßigen Mittel. Gedeckt werden können die Mehrausgaben über die höheren Schlüsselzuweisungen, die die Stadt heuer bekommen hat.

Christine Tröger

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