Neue Technik

PET bedeutet „Positronen-Emissions-Tomografie“ und gehört wie Röntgen, Ultraschall, Computer- oder Kernspintomografie zu den bildgebenden Verfahren. Im Unterschied zu ihnen ist aber mit der PET die Funktion von Geweben, wie zum Beispiel ihr Stoffwechsel, darstellbar. Ab sofort wird ein mobiles PET alle zwei Wochen das Klinikum Kempten ansteuern. Am vergangenen Mittwoch machte der Laster zum ersten Mal Halt in der Robert-Weixler-Straße.

Viele bösartige Tumore nehmen Traubenzucker rascher auf als gesundes Gewebe. Diese Tatsache nutzt man bei der PET. Etwa ein Stunde vor der Untersuchung spritzt man einen schwach radioaktiven Traubenzucker, abgekürzt FDG, dem Patienten über eine Armvene in die Blutbahn. Bis die Untersuchung beginnt, verteilt sich der Zucker im Körper. Anschließend wird der Patient auf einer Liege durch den Detektorring des PET gefahren. Von außen sieht das Gerät zwar wie ein CT oder ein Kernspintomograf aus. Aber die für den Patienten verborgene Messausstattung ist eine andere. Mit ihr lassen sich dreidimensionale Bilder der Verteilung des radioaktiven Traubenzuckers darstellen. Bei der Auswertung suchen die Ärzte nach Stellen im Körper, die eine zu starke oder zu schwache Aufnahme dieses Stoffes zeigen. Durch die Kombination mit einem Computertomografen entsteht der Vorteil, dass die Stoffwechselaktivität durch die PET in einem gemeinsamen Bild mit den Informationen über die Gewebestrukturen, wie sie die Computertomografie liefert, beurteilt werden kann. So können zum Beispiel bei einer Krebserkrankung Metastasen frühzeitig erkannt, im Computertomogramm unklare Herde weiter abgeklärt und das Ansprechen auf eine Chemotherapie frühzeitig beurteilt werden. Auch bei der Abklärung von Demenzerkrankungen und der Suche nach Entzündungsherden kann die PET im Einzelfall hilfreich sein. Da das verwendete FDG eine Variante des Traubenzuckers ist, sind keine allergischen Reaktionen zu erwarten. Der radioaktive Bestandteil des FDG, das Fluor-18, zerfällt mit einer Halbwertszeit von 110 Minuten, sodass bereits nach etwa 20 Stunden kaum noch Restradioaktivität vorhanden ist. Der Standort des PET/CT in Kempten wird auf dem Parkplatz des Wirtschaftshofs der Klinik in der Robert-Weixler-Straße 50 sein. Es kommt ein modernes mobiles System zum Einsatz, das die Vorzüge eines 16x-CT mit einem hochauflösenden PET verbindet. Weitere Infos und Termine gibt es unter der Telefonnummer 0800/9008400.

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