Neue Technikerschule

Liebherr-Geschäftsführer Friedrich Hesemann (links) und bfz-Leiterin Silvia Becker freuen sich auf den Start der berufsbegleitenden Technikerschule. Foto: Läufle

Ein neue, berufsbegleitende Fachschule für Maschinenbau- und Elektrotechnik bietet das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) ab September in Kempten an. Grund für die Gründung dieser Fachschule ist der große Bedarf an Technikern, den zahlreiche Unternehmen in der Region haben. bfz-Leiterin Silvia Becker und Friedrich Hesemann, Geschäftsführer bei Liebherr, stellten die neue Schule am Mittwoch vergangener Woche vor.

„Wir sind interessiert an guten Ausbildungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter und es gibt eine Menge junger Leute, die Interesse an einer Techniker-Ausbildung haben“, erläuterte Hesemann, warum sein Betrieb die Gründung der Fachschule befürwortet. In Kempten gibt es zwar bereits eine Technikerschule, allerdings ist die nicht berufsbegleitend, sondern nimmt die Schüler zwei Jahre komplett in Anspruch, heißt, der Arbeitsplatz muss für diese Zeit aufgegeben werden. Bei der berufsbegleitenden Variante wird ganz normal im Betrieb weitergearbeitet und die Schule nebenher gemacht. „Wir haben ein elementares Interesse daran, dass die Techniker-Ausbildung parallel zur Arbeit im Betrieb erfolgen kann“, betonte Hesemann. Außerdem gäbe es eine Reihe junger Leute, die sich aus finanziellen Gründen die Weiterbildung zum Techniker nicht leisten können. Denen wird die Ausbildung dadurch jetzt ermöglicht. Eine Konkurrenz für die bestehende Vollzeit-Technikerschule sieht Hesemann jedoch nicht. „Es gibt für beide Modelle genug Schüler.“ Vier Jahre Schule Die Vorbereitungen für den zum Beginn des neuen Schuljahres geplanten Start der Fachschule sind bereits weit fortgeschritten. So haben sich bereits viele hochqualifizierte Lehrkräfte gefunden. Wie Silvia Becker erläuterte, ist jeweils eine Maschinenbau- und eine Elektrotechnikklasse geplant. Auf die Schüler wartet vier Jahre lang ein straffes Programm. Der Unterricht findet jeweils freitags von 16 bis 20.45 Uhr und samstags von 8 bis 15 Uhr statt. Des Weiteren sind vier zweiwöchige Blockmodule mit je 40 Unterrichtseinheiten vorgesehen. In den bayerischen Ferienzeiten findet kein Unterricht statt. „In den ersten zwei Schuljahren werden die Grundlagen vermittelt, im zweiten Teil der Weiterbildung werden Wahlpflichtfächer belegt. Das heißt, die Schüler können ihre Wahl den Erfordernissen ihres Arbeitsplatzes anpassen“, erklärte Becker. Die abgeschlossene Techniker-Ausbildung ermögliche anschließend zudem ein Studium an einer Fachhochschule, ergänzte Becker. Bisher hat das bfz viel positive Rückmeldung für die neue Fachschule bekommen. 12 feste Anmeldungen gibt es bereits und es finden immer wieder Beratungsgespräche mit Interessenten statt.

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