Kapellen Schloss Zeil und Isny überzeugen

Gelungenes Konzert

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Die Männertracht der Stadtkapelle ist nun auf die der Frauen abgestimmt.

Isny – Eigentlich wollten die Musikkapelle Schloss Zeil und die Stadtkapelle Isny bereits im Frühjahr ein gemeinsames Konzert spielen. Damals klappte es jedoch nicht und so holten die Musiker ihr Doppelkonzert jetzt in einer überzeugenden Abendveranstaltung nach.

Die Musikkapelle Schloss Zeil machte den Anfang und nahm die Zuhörer mit auf eine Reise der Möglichkeiten, die ein Ensemble von Blasinstrumenten hat. Die Lautmalereien der einzelnen Instrumentengruppen faszinierten mehr und mehr. Dirigent Karl-Heinz Diepolder schaffte es, die richtige Mischung aus Vertrautheit mit dem Publikum und gutem Kontakt zu den Musikern aufrecht zu erhalten und von Stück zu Stück noch zu steigern. 

Weit reichte das Spektrum: vom Tanz der Vampire bis zu „Halleluja“ von Leonard Cohen, von spanisch-südländischen Rhythmen bis zum klirrendem Klang der Flöte in „Three Times Blood“ zu Beginn ihres Auftritts. Nach der Pause hatte die Stadtkapelle ihren Auftritt. Es ist eine neue Art der Klanggestaltung, die hier ebenfalls überzeugend zum Tragen kam. Die Vielzahl der Instrumente ist dabei genau so wichtig wie Solopartien, die einen fast dazu hinreißen lassen, Szenenbeifall zu spenden wie bei einem Jazzkonzert der Meisterklasse. 

Der Anlass für das Konzert war übrigens neue Kleidung: Die Stadtkapelle stellte zwischen den Musikstücken ihre neue Männertracht vor. Den Damen angepasst, präsentieren sie sich nun in ihrem neuen Gewand und können auch auf dem Gebiet überzeugen. Einer der Höhepunkte des Musikprogramms war der Soloauftritt von Pius Bodenmüller am Euphonium, der mit seinen 17 Jahren fast die anderen Musiker überflügelte. „Scaramouche“ von Philpp Starke hatte Stadtmusikdirektor Thomas Herz für ihn herausgesucht, weil die Solopartien darin wie für den jungen Musiker komponiert waren.

Manfred Schubert

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