Neue Wanderlust

Das große Waldgebiet zwischen Isny und Kempten ist in seiner vielfältigen Struktur und der großen Anzahl seltener Tierarten eine Erlebniswelt der besonderen Art. Bei den Wanderern ist dieses Gebiet schon lange äußerst beliebt und selbst Zeitzeugen gibt es noch, die jetzt auf dem frisch sanierten Wanderweg bis zur Schletteralm hoch kamen. Denn dort gab es allerlei Tanz und Kurzweil zur Feier des neuen Aussichtsturms mit Spielplatz.

Auf den Schwarzen Grat ist bestimmt jeder aus den Umliegenden Orten in seiner Schulzeit einmal hinauf gestiegen. Dort war alles immer etwas einfach, naturnah und „einfach urig.“ Heute, in Zeiten des modernen Tourismus, gehen die Uhren etwas anders. Da bietet es sich schon an, das Gebiet, die Wanderwege und die Rastplätze zu sanieren, GPS-tauglich zu machen und für die mitwandernden Kinder einen Erlebnisweg zu machen. Jetzt steht beispielsweise im Wald in einer Holzrutsch-Rinne ein Schlittennachbau der Waldarbeiter zum Herumturnen. Und oben auf der „Schletter“ stehtnun eine neue Schutzhütte mit Bänken und Hängematten oder ein Stück weiter ein „Baumhaus“ mit Sicht bis zum Bodensee wenn das Wetter entsprechend gut ist. Die Wege sind jetzt relativ Kinderwagengerecht, sodass auch dem Familienausflug wenig im Wege steht wenn die Wagenreifen nicht gerade zu schmal sind. Eine ganze Anzahl von Informationstafeln sorgt zusätzlich noch für Abwechslung. Trotzdem ist der Weg relativ lang. Aber wenn man auf dem Schwarzen Grat angekommen ist, kann man dafür den neuen Spielplatz bewundern, der auf dem Gelände neben dem Aussichtsturm gebaut worden ist. Lange Planungszeit Das ganze Projekt war nicht ganz einfach zu bewältigen. Dementsprechend umfangreich waren die Planungen und Vorbereitungen, die Ehrhard Bolender als Landschaftsarchitekt und Alexandra Haug von der Isnyer Stadtverwaltung zusammen mit der Schreinerei Mayer in Sommersbach leisten mussten. Zusammen mit der Wegesanierung und der Einrichtung einer vernünftigen öffentlichen Toilette auf dem Gipfel belaufen sich die Gesamtkosten auf 143000 Euro, die allerdings mit 72000 Euro vom Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs aus dem Tourismus- und Infrastrukturprogramm gefördert werden. Karte ist notwendig Für die Wanderung empfiehlt sich übrigens die neue Wanderkarte im Maßstab 1:25000 – damit man nicht im Kreuztal statt in Bolsternang oder Großholzleute heraus kommt.

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