Empfindliche Verteuerung

Neue EDV-Anlage im Rathaus Isny doppelt so teuer wie geplant

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Spezialisten mussten die EDV-Anlage im Isnyer Rathaus erneuern.

Isny – Die EDV-Anlage im Rathaus war noch aus der Steinzeit der Digitalisierung und musste mit Zustimmung des Gemeinderates dringend erneuert werden, um einer reibungslosen und auf den neuesten Stand gebrachten Netzwerkverbindung gerecht zu werden.

Was sich da hinter den Abdeckungen und in den Wänden befand, war im Vorfeld nicht abzusehen. Eigentlich ein Wunder, dass das Ganze überhaupt noch funktionierte.

Die angenommenen Zeiten für den Umbau waren schon überschritten und das Rathaus glich bei laufendem Betrieb einer Großbaustelle. Stück für Stück klärte sich das Chaos. Was da alles notwendig wurde, war nur noch von Spezialisten zu bewältigen. Das war nicht mehr Sache von herkömmlichen Elektrikern. Das Einrichten von Schaltschränken ist nur ein Teil davon. Vor allem die Einhaltung der neuesten Brandschutzverordnungen sorgte bei einigen der Beteiligten für zusätzliche graue Haare. Langsam nähert sich alles der Fertigstellung und ist nicht wiederzuerkennen. Die Kostenangaben vor Beginn der Arbeiten allerdings auch nicht. 

Mit einer Verdoppelung der Kosten hatte jedenfalls niemand gerechnet. Von rund 378.000 Euro als Kostenberechnung ist man nun bei 708.413 Euro gelandet. Das gab einiges an Gesprächsstoff im Gemeinderat und die Klarstellungen der Büros Korbl/Feneberg wurden nur zähneknirschend hingenommen. Man hätte ja nicht mittendrin aufhören können. Das musste notgedrungen durchgezogen werden, wenn man weiterhin auf eine vernünftige Arbeit im Rathaus Wert legte. Jetzt muss das Ganze akzeptiert werden, aber einige der Gemeinderäte sind der festen Meinung, dass mit einem entsprechenden technischen Ausschuss weitere Fälle dieser Art vermieden werden könnten.

Das nächste Bauprojekt im Rathaus steht schon an. Die gesamten sanitären Anlagen bedürfen einer dringenden Erneuerung, denn nach mehr als 20 Jahren Dauerbetrieb ist die Abnutzung nicht zu übersehen. Abgesehen davon fehlt auch eine Behindertentoilette, die im Erdgeschoss schon länger barrierefrei geplant ist. Den Umbau hatte man aber aufgeschoben, bis für alle Anlagen ein Kostenvoranschlag vorlag. Jetzt liegen die ersten Angaben auf dem Tisch. Rund 200.000 Euro sollen notwendig werden. Kopfschütteln aufseiten der Gemeinderäte und die dringende Bitte, daran noch ein wenig genauer zu arbeiten. Das Isnyer Rathaus ist in seiner Gesamtheit ein auch von Besuchergruppen und Touristen besuchter Ort, der auch entsprechend ansprechend ausgestattet werden sollte. Bürgermeister Rainer Magenreuter versicherte bei dieser Diskussion: „Goldene Wasserhähne waren von Anfang an nicht vorgesehen.“

Manfred Schubert

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