Streit um zusätzlichen Fußballplatz:

Fußballer des TSV dürfen wieder hoffen

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Auf dieser Wiese zwischen Sportplatz, Freibad und der südlichen Ortsumgehung von Dietmannsried könnte nach jahrelangem Tauziehen endlich der neue Trainingsplatz für die Kicker des TSV Dietmannsried entstehen.

Dietmannsried – In die seit langem stockenden Verhandlungen über einen zusätzlichen Trainingsplatz für die Fußballer des TSV Dietmannsried ist wieder Bewegung gekommen.

Eine Einigung zwischen der Gemeinde, der Kirche als Eigentümerin des infrage kommenden Geländes, sowie dessen derzeitigem Pächter scheint kurz bevorzustehen. 

Die Fußballer des TSV Dietmannsried brauchen dringend einen neuen Trainingsplatz. Denn das Haupt-Spielfeld südlich der Festhalle ist laut Aussagen von Karl Birk, Leiter der Fußball-Abteilung, „total überbelastet und regelmäßig massiv sanierungsbedürftig.“ Der Trainingsplatz nördlich des Freibades (über den ein Pachtvertrag mit der Kirche besteht) sei „sehr verletzungsgefährlich, weil ohne Drainage, holperig und uneben“, so Birk weiter. Ein seit Jahren herbeigesehnter zusätzlicher Trainingsplatz – bevorzugt mit Kunstrasen, einer Flutlichtanlage und Ballfangzäunen – könnte in unmittelbarer Nähe gebaut werden. Das dafür infrage kommende, rund 2,1 Hektar große Gelände südlich des Freibads ist ebenfalls im Besitz der katholischen Pfarrpfründestiftung und noch bis Ende 2014 an den Landwirt Hans Sinz verpachtet. Dieser wäre bereit, zu Gunsten der Fußballer vorzeitig aus seinem Pachtvertrag auszusteigen, sofern die Gemeinde sicherstellt, dass der Teil des Geländes, der nicht von den Fußballern benötigt wird, nicht bebaut wird. Ein Anliegen, dem Bürgermeister Koch gerne entsprechen würde. Trotz allem konnte bislang keine Einigung erzielt werden. Die Verhandlungen zwischen Bürgermeister Hans-Peter Koch und dem damaligen Pfarrer Helmut Guggemos, der als Vertreter der Kirche bei der Grundstücksfrage ein gewichtiges Wort mitzusprechen hatte, zogen sich über mehr als zwei Jahre hin und waren letztlich von solch großer Frustration begleitet, dass zuletzt keine der beiden Seiten mehr zu Gesprächen, geschweige denn Zugeständnissen bereit war. 

Stimmungswechsel 

Guggemos verließ die Gemeinde zum 1. September. Sein Nachfolger, Pfarrer Dr. Martin Awa, stehe der Sache der Fußballer zur allgemeinen Erleichterung sehr aufgeschlossen gegenüber, freut sich der Rathauschef und mit Sinz habe man sich ohnehin einvernehmlich einigen können. „Mittlerweile sind wir auf einem sehr guten Weg. Die Sache steht kurz vor dem Abschluss.“ Im Idealfall könnte die Gemeinde die Fläche bereits ab April oder Mai von der Kirche pachten und ihrerseits (für mindestens 25 Jahre) an den TSV weiterverpachten. „Was die Umsetzung des Sportplatzes angeht, ist dann in erster Linie Sache des TSV Dietmannsried. Denn dieser muss, um Fördergelder des Bayerischen Landes-Sportverbandes bekommen zu können, als Bauherr auftreten“, erläutert Koch, der Zweifel hegt, ob die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen können. Schließlich müsse zunächst die Finanzierung geklärt werden. „Da hat der Verein noch eine Riesenaufgabe vor sich, denn da kommt eine Menge Geld ins Spiel“, so Koch.

 Erleichterung beim TSV 

 Zwar werde die Gemeinde einen Teil zur Finanzierung beitragen, „aber das muss natürlich im Rahmen sein.“ Über Kosten und Termine mag auch Abteilungsleiter Birk nicht spekulieren. Für die Planung der weiteren Maßnahmen werde man einen Arbeitskreis bilden und sich dann mit allen Beteiligten zusammensetzen. Wichtig sei jetzt erst einmal, dass der Weg dahin endlich geebnet sei. Sabine Stodal

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