Neuer Baudirektor in Kempten

Nach nur knapp zweieinhalb Jahren im Amt fand vergangenen Freitag die Verabschiedung des Baudirektors der Kemptener Dienststelle der Autobahndirektion Südbayern, Michael Kordon, im Fürstensaal statt. Kordon wird nun Bereichsleiter im Staatlichen Bauamt Augsburg. Neuer Baudirektor in Kempten ist nun Gernot Rodehack, der gleichzeitig mit der Verabschiedung Kordons ins Amt eingeführt wurde.

Der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, Diplom-Ingenieur Paul Lichtenwald, würdigte Kordon als ausgezeichneten, kollegialen und gerechten Dienststellenleiter und gratulierte zu den „erfolgreichen“ 28 Monate, in denen unter Kordons Leitung unter anderem die A7 zwischen Nesselwang und Füssen dem Verkehr übergeben wurde. Kordon habe dabei viel Geschick bewiesen, so Lichtenwald. Außerdem konnten auf der A8 München-Stuttgart insgesamt 18 Kilometer sechsspurig ausgebaut werden und es erfolgte die Fertigstellung der A96 zwischen Erkheim und Memmingen. Wie Lichtenwald erklärte hat Bayern mit der Fertigstellung des letzten bayerischen Teilstücks der A96 eine prestigeträchtige Wette gegen Baden-Württemberg gewonnen. Da das Nachbarbundesland seinerseits die A96 noch nicht fertig gestellt hat, bekam Bayern 100 Liter Wein. Nach dem Motto „Wer zu früh geht, wird auch nicht belohnt“, scherzte der Präsident der Autobahndirektion Südbayern, dass Kordon durch seinen Wechsel als Bereichsleiter ins Staatliche Bauamt Augsburg nichts mehr von dem Gewinn habe. Erfahrenes Team „Aller Anfang ist schwer, das gilt jedoch nicht für Kempten“, wandte sich Lichtenwald an den neuen Baudirektor, Gernot Rodehack. Ihn erwarte in Kempten eine eingespielte und erfahrene Mannschaft, die ihm den Anfang erleichtern werde, so der Präsident. Trotz der unter Kordon abgeschlossenen Großprojekte würden auch auf ihn sportliche Herausforderungen war- ten. Als Beispiele nannte Lichtenwald das Betreibermodell mit dem sechsspurigen Ausbau der A7 zwischen Ulm-Elchingen und Ulm-Ost sowie das Groß-projekt B2neu. Dort soll mit Hinsicht auf die eventuelle Ausrichtung der Olympischen Spiele 2018 die B2 zwischen Eschenlohe und Oberau-Süd neu- bzw. ausgebaut werden. An diesem Projekt soll die Dienststelle Kempten mitarbeiten. Der Ministerialdirigent der Obersten Baubehörde, Karl Wiebel, bemängelte die kurze Verweildauer der letzten beiden Dienstellenleiter und hoffte, dass Rodehack, dessen Fachwissen er schätze, länger im Amt bleibt. Kordon lobte er für die Lückenschlüsse bei der A7 und A96, die auch weiter über Bayern hinaus anerkannt würden, so Wiebel. Neue Aufgaben Bürgermeister Josef Mayr (CSU) bedankte sich im Namen der Stadt für die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit Kordon und überreichte ihm zum Abschied ein Bild vom Rathaus. Mit der Kaufbeurerstraße und der Zeppelinbrücke sieht er bereits neue Aufgaben für Rodehack. Baudirektor Kordon stellte klar, dass die gewürdigten Erfolge mehr der Dienstelle zuzuschreiben seien als ihm. In diesem Zusammenhang dankte er seinen ehemaligen Mitarbeitern für die konstruktive Zusammenarbeit. Er könne auf eine erfolgreiche und schöne Zeit in Kempten zurückblicken, so Kordon. Bedeutende Projekte Abschließend drückte der neue Baudirektor Rodehack seine Freude darüber aus, nun Dienstellenleiter in Kempten sein zu dürfen. Der gebürtige Münchner, der seit 18 Jahren in Ottobeuren wohnt, freut sich auf die neuen Aufgaben. Seiner Meinung nach hat keine andere Dienststelle so viele bedeutende Projekte wie Kempten.

Meistgelesen

Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Stadtgeschichte: Die Kemptener Illerbrücken im Wandel der Zeit Teil 2
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet
Langjähriger Leiter der Arbeitsagentur offiziell verabschiedet

Kommentare