Neuer Einkaufsmagnet

Trostlos liegt das ehemalige Praktiker-Gelände am Freitagnachmittag unter dem grauen Himmel. Demnächst will hier die „Küchenarena“ wieder für Leben sorgen. Foto: Matz

Auf dem ehemaligen Gelände des Praktikermarktes in der Wiesstraße will sich demnächst die „Küchenarena“ niederlassen. Das bestätigte am Freitag ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem KREISBOTEN. Die „Küchenarena“ ist ein Tochterunternehmen von Möbel-Rieger aus Göppingen. Am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe sollte der Bauausschuss mit einer Bebauungsplanänderung den Weg für den Küchenhändler frei machen.

Lange war die Zukunft des Geländes in der Wiesstraße nach dem Auszug des Praktiker-Marktes offen. Eine Nutzung als Studentenparkplatz scheiterte ebenso wie die Ansiedlung eines Supermarktes an den dort geltenden restriktiven Bebauungsplanvorgaben (der KREISBOTE berichtete). Jetzt hat die „Küchenarena“ das ehemalige Praktiker-Gelände in der Wiesstraße angemietet, wie ein Firmensprecher am Freitag gegenüber dem KREISBOTEN erläuterte. „Die Verhandlungen sind abgeschlossen“, sagte er. Was genau das Unternehmen in der Wiesstraße vor hat und wie der genaue Zeitplan aussieht, wollte er mit Verweis auf die noch ausstehenden Genehmigungsverfahren allerdings vorerst noch nicht verraten. Verfahren beginnt Nach unseren Informationen handelt es sich bei der „Küchenarena“ um ein Tochterunternehmen des Göppinger Möbelriesen Rieger. Bislang gibt es mit Ulm, Waiblingen und Ludwigsburg drei „Küchenarena“-Standorte. Auf durchschnittlich 3500 Quadratmeter werden dort über 130 hochwertige Komplettküchen ausgestellt und angeboten. Von daher würde das Gebäude in der Wiesstraße mit seinen 3800 Quadratmetern Innenbereich gut in das „Küchenarena“-Konzept passen. Dass das Unternehmen Küchen anbietet, macht wiederum die Änderung des Bebauungsplans notwendig, über die der Bauausschuss am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe zu entscheiden hatte. Wegen der unmittelbaren Nähe zum Schumacherring ist vor allem das Thema Lärmschutz ein Problem, sodass dort bisher ausschließlich eine Sondernutzung für einen Bau- und Gartenmarkt galt. Diese Sondernutzung soll nun in eine Sondernutzung für Küchen und Möbel umgewidmet werden, wie Antje Schlüter vom Stadtplanungsamt am Freitag auf Nachfrage erläuterte. „Das Bebauungsplanverfahren hat damit seinen Startschuss“, sagte sie. Mit dem Abschluss des baurechtlichen Verfahrens rechnet sie in etwa einem halben Jahr. Bei der Umwidmung der Sondernutzung hat sich die Bauverwaltung offenbar bewusst für den Zusatz „Möbel“ entschieden, da so eine mögliche neuerliche Änderung in Zukunft vermieden werden kann. Allerdings werden die baurechtlichen Vorgaben für das Grundstück dadurch nicht weniger streng. Im Gegenteil: Die „Küchenarena“ wird aller Voraussicht nach dort tatsächlich nur Küchen anbieten dürfen, aber kein Randsortiment, dass dem Einzelhandel in der Innenstadt Konkurrenz machen könnte. Das schreibe das Einzelhandelsgutachten so vor, erklärte Schlüter. Einen ausführlichen Bericht zur Entscheidung des Bauausschusses lesen Sie in der nächsten KREISBOTEN-Ausgabe.

Auch interessant

Meistgelesen

Bezirksmusikfest in Probstried
Bezirksmusikfest in Probstried
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Feiern verbindet
Feiern verbindet
Schüler zeigen Einsatz
Schüler zeigen Einsatz

Kommentare