Neuer Heli für die Retter

Übergabe des neuen Zivilschutz-Hubschraubers im Luftrettungszentrum

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Symbolische Übergabe des Steuerknüppels (v.l.): Zwei Retter der Bergwacht mit ihren tierischen Begleitern, Dr. Paul Wengert (Vizepräsident des BRK), OB Thomas Kiechle (Vorsitzender des Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu), Joachim Herrmann (Staatsminister des Inneren, für Sport und Integration), Christoph Unger (Präsident des BBK), Thomas Helbig (Leiter der Bundespolizei Fliegertruppe).

Durach – „Mit dem neuen Hubschrauber H135 wird ein neues Kapitel aufgeschlagen“, sagte Innenminister Joachim Herrmann am Freitag in Durach. Er war gekommen, um den Steuerknüppel für den neuen Rettungshubschrauber zu übergeben.

„Über 54.000 Einsätze wurden bisher durch das Luftrettungszentrum (LRZ) Christoph 17 geflogen“, sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Er wie auch die weiteren Redner dankten den Pilotinnen und Piloten, Notfallsanitäterinnen und -sanitätern und Notärztinnen und Notärzten für ihre Arbeit und lobten die Zusammenarbeit mit Wasserwacht und Bergwacht. 

Geflogen werden die orangenen Hubschrauber des BBK von Piloten der Bundespolizei. Die durchschnittlich 15.000 Flüge in den letzten Jahren seien auch eine hervorragende Erfahrung für die Piloten, so Unger. 

Auch Joachim Herrmann würdigte die Leistung aller Beteiligten und wies darauf hin, dass hinter jedem Einsatz auch ein Schicksal steht. „Statt eines Rettungs-Taus ist der neue Hubschrauber nun mit einer Rettungswinde ausgestattet, was vor allem in einer Gebirgsregion wichtig ist und dem langjährigen Wunsch der Bergwacht entspricht.“ 

Noch während seiner Rede wurde ein Alarm ausgelöst und innerhalb Minuten startete der noch im Einsatz stehende Hubschrauber vor dem Gebäude. 

Herrmann sprach auch über Eigenheiten des Kemptener Christoph 17, war dieser wohl auch der erste und bislang einzige Rettungshubschrauber, der nach einem Banküberfall auf der Suche nach dem Fluchtfahrzeug war und diese erfolgreich abschloss. 

Mehr Leistung für Gebirgseinsätze

Thomas Helbig, Leiter der Bundespolizei Fliegertruppe, dankte den Duracher Einwohnern, dass das LRZ hier auf einem Flugplatz errichtet werden konnte, da dies eine erhöhte Sicherheit für die Flugbesatzung darstellt. 

In einem Gespräch mit dem Kreisbote erläuterte Polizeihauptkommissar Jürgen Ackermann, die Wichtigkeit der höheren Leistung des neuen Hubschraubers. Da in der Höhe die Luftdichte abnimmt und dies bei hohen Lufttemperaturen noch verstärkt wird, ist die höhere Leistung vor allem im Gebirge von großem Vorteil. Zudem sei der neue Hubschrauber durch die veränderten Rotorblätter auch etwas leiser, so Ackermann. 

Nach den Grußworten von Dr. Paul Wengert, Vizeprä- sident des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), und Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der Vorsitzender des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Allgäu (ZRF Allgäu) ist, betonte noch Landrat Anton Klotz, dass die Luftrettung den rund 700.000 Einwohnern und den vier Millionen Touristen jährlich zur Verfügung steht und dankte den Menschen, die tagtäglich das System am Laufen halten. Noch vor der symbolischen Übergabe des Steuerknüppels wurde der Hubschrauber von den Geistlichen Josef Gomm und Andy Gatz gesegnet.

Günther Hammes

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