Verein unterstützt TSA

Unterricht praktisch gestalten

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Franz Josef Natterer (v.l.) von der Technikerschule Allgäu erläutere Landrat Anton Klotz, OB Thomas Kiechle, Schulleiter OStD Werner Greschner sowie Klaus Lingenhöl von der Liebherr-Verzahntechnik GmbH die Funktionsweise des neuen Hydraulikstandes.

Kempten – Seit rund 50 Jahren bildet die TSA, die Technikerschule Allgäu in Kempten, staatlich geprüfte Techniker/in in den Fachrichtungen Bautechnik, Elektrotechnik und Maschinenbau aus. 

Deren Absolventen nehmen nicht selten nach ihrer Ausbildung zu bestqualifizierten Praktikern mit vertieftem Grundlagenwissen Positionen an zentralen Schnittstellen in Unternehmen der Industrie, des Mittelstandes und des Handwerkes ein.

Durch die fundierte Ausbildung an der Technikerschule Allgäu erhalten die Absolventen die Chance, die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes zu erhöhen, ihre berufliche Einsatzfähigkeit zu erweitern und ihre Verdienstmöglichkeiten zu verbessern.

Um eine qualifizierte Ausbildung aller Schüler der Technikerschule Allgäu zu gewährleisten, ist die Unterstützung durch die ansässige Wirtschaft von großer Bedeutung. Zu diesem Zweck hat sich der „Verein zur Förderung der Technikerschule Allgäu e.V.“, gegründet, der sowohl mit monetären Mitteln, wie Sachspenden, die Ausbildungsarbeit der TSA unterstützt. Der Verein traf sich vergangene Woche anlässlich der feierlichen Übergabe eines neuen Hydraulikstandes an die Technikerschule Allgäu zu seiner ordentlichen Hauptversammlung.

Vor den Mitgliedern reüssierte sowohl Klaus Lingenhöl, Leiter Konstruktion und Service Bereich Automationssysteme bei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH, als auch Schulleiter StD Werner Greschner über die Aktivitäten des Vereins aus dem Jahr 2014. 76 Absolventen konnten in das Berufsleben entlassen werden. Dabei fielen 22 auf den Bereich Bautechnik, 27 auf den Bereich Elektrotechnik und 30 auf den Bereich Maschinenbau. An der Ergänzungsprüfung zur Fachhochschulreife nahmen 54 Studierende teil, die allesamt bestanden. Einige der Absolventen werden allerdings nicht sofort in das Arbeitsleben einsteigen, sondern sich unter anderem an den Partnerhochschulen der Technikerschule Allgäu, der Universität Wrexham Wales (GB) oder an der TU Clausthal, weiter qualifizieren. Sorge bereitet den Verantwortlichen der Schule, wie den Mitgliedern des Fördervereins, die schwierige Suche nach geeigneten Lehrkräften. Für das Jahr 2015 sind an der Technikerschule Allgäu zwei Planstellen für hauptamtliche Lehrkräfte zu besetzen. Laut Schulleitung besteht bei Nichtbesetzung der Planstellen eine ernsthafte Gefahr für den Bestand der Technikerschule Allgäu.

Freuen konnte sich das renommierte Ausbildungsinstitut in der Kotterner Straße allerdings über Neuanschaffungen im Wert von rund 97.000 Euro im Jahr 2014. Aus dem eigenen Haushalt wurde dabei ein komplett neues Labor für Steuerungstechnik für rund 45.000 Euro finanziert. Des weiteren wurden für Reparaturen, Softwareupdates und Ersatzbeschaffungen etwa 22.000 Euro ausgegeben.

Zur Anschaffung eines neuen Hydraulikstandes, der Auszubildende an modernen Hydrauliksystemen praktisch üben lässt, konnte auf finanzielle Mittel in Höhe von 30.000 Euro des „Vereins zur Förderung der Technikerschule Allgäu e.V.“, zurückgegriffen werden. Besonderen Dank sprachen hierbei die Verantwortlichen der TSA dem Privatmann Dr. Dreher aus, der 6.000 Euro spendete, sowie der Firma Bosch, die 1.000 Euro zum Kauf von Hydraulikkomponenten beisteuerte. Ferner stellte die Firma KMF, Kemptener Maschinenfabrik GmbH, zwei moderne Hydraulikzylinder zur Verfügung und die ortsansässige Firma Sontheim Industrie Elektronik GmbH modernste Industriesteuerungen im Wert von 4.000 Euro.

Nach der ordentlichen Hauptversammlung schritten sowohl die Schulleitung der TSA, als auch die Mitglieder des Fördervereins gemeinsam mit Landrat Anton Klotz, sowie Kemptens OB Thomas Kiechle zur feierlichen Einweihung des Hydraulikstandes über. Beide, Landrat Anton Klotz sowie Kemptens OB Kiechle, bedankten sich am Ende der ordentlichen Hauptversammlung für das Bemühen der TSA und dessen Fördervereins zur hochqualifizierten Aus- und Weiter- bildung des Technikernachwuchses im Allgäu und sicherten für die Zukunft weitere Unterstützung von politischer Seite zu.

Jörg Spielberg

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