Neuer Rekord

Im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens hat die Sparkasse Allgäu mit ihrer Bilanzsumme erstmals die Vier-Milliarden-Euro-Grenze geknackt. „Und auch unser Betriebsergebnis konnten wir gegenüber dem Vorjahr nochmals steigern“, frohlockte Vorstandsvorsitzender Martin Haf anlässlich der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche. Als Hauptgrund führte Haf die überraschend starke Konjunkturentwicklung im vergangenen Jahr an. „So schnell es ins Tal ging, noch schneller ging es wieder raus“, so Haf.

Mit einer Bilanzsumme von knapp 4,1 Milliarden Euro (3,8 Milliarden in 2009) und einem Betriebsergebnis von 39 Millionen Euro (34 Millionen in 2009) steht die Sparkasse am Ende der Finanz- und Wirtschaftskrise besser da denn je. „Die Soziale Marktwirtschaft hat ihre Stärken unter Beweis gestellt“, blickte Haf zurück. Allerdings gehe er nicht davon aus, dass die Konjunktur dauerhaft stabil bleibt. „Künftig wird es wohl häufiger Konjunktursprünge geben.“ Nichts desto trotz kann die Bank ihr Eigenkapital um 21 Millionen Euro aufstocken Vor allem im Kreditgeschäft hat die Sparkasse 2010 von der anziehenden Wirtschaft profitiert. „Das Kreditvolumen an Unternehmen und Selbständige stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent – oder 39 Millionen Euro – auf 1,5 Milliarden Euro“, berichtete Vorstandsmitglied Josef Primbs. 258 Millionen Euro Neuausleihungen seien ein deutlicher Beweis für die Leistungs- und Tilgungsfähigkeit der Allgäuer Firmenkunden. Im Bereich des privaten Wohnungsbaus verzeichnete die Bank bei Neuausleihungen von 157 Millionen Euro einen Zuwachs von sechs Millionen. „Günstige Preise und Zinsen sowie die Förderung durch den Staat haben in 2010 für eine Belebung am Wohnmarkt gesorgt“, erläuterte Primbs. Deutlich erkennbar sei hier ein Trend zu energetischen Sanierungen. Im Bereich Immobilien konnte mit rund 250 verkauften Objekten das Niveau des Vorjahres gehalten werden. „Zusammenfassend verzeichneten die Gesamtausleihungen in 2010 einen Zuwachs von 2,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro.“ „Auch im Einlagen- und Dienstleistungsgeschäft ist der frische Wind des Aufschwungs deutlich zu spüren“, frohlockte Vorstandsmitglied Manfred Kreisle. So stiegen die Gesamteinlagen um 4,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 130 Millionen entspricht. Etwa die Hälfte davon komme von Privatkunden, erläuterte Kreisle. Die Gesamtersparnis-Bildung lag 2010 bei insgesamt 83 Millionen Euro. „Mit dieser Steigerung um zwei Prozent liegt die Sparkasse Allgäu über dem Durchschnitt der bayerischen Sparkassen“, freute sich das Vorstandsmitglied. Jetzt wird investiert Der Gesamtumsatz im Wertpapiergeschäft lag bei 550 Millionen Euro. Der Depotbestand der Kunden verzeichnete eine Steigerung von 2,6 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. „Kunden, die auch 2010 in Aktien investierten, konnten gute Rendite erzielen“, sagte Kreisle. Um 20 Prozent gesteigert werden konnte das Abschlussvolumen bei den Bausparverträgen auf nunmehr 161 Millionen Euro. „Damit platzierte sie sich in diesem Segment als leistungsstärkste Sparkasse in Schwaben.“ Ein weiterer starker Wachstumsbereich sei das Privat- und Electronic-Banking. Unter diesen Vorzeichen will die Sparkasse in den nächsten Jahren investieren. Für insgesamt drei Millionen Euro sollen heuer die Filialen in Füssen, Roßhaupten, Unterthingau (Ostallgäu) sowie Burgberg und Rettenberg renoviert werden. 2012 und 2013 steht dann die Modernisierung der Kemptener Zentrale an.

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