Neuer Schub für die Altstadt

Ein aktiver Kreis aus dem Bürgerforum Altstadt-Sanierung hat jetzt eine Zwischenlösung für die Entwicklung/ Sanierung der südlichen Altstadt entwickelt. Diese Zwischenlösung bietet der Stadt die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Nutzung, dem Handel ein zusätzliches/alternatives Parkplatzangebot sowie erste Ansätze zur attraktiven Gestaltung des Altstadtbereichs (Bachgestaltung, Gebäudeabriss) und des Marktplatzes, so das Bürgerforum. Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen ist auch ein Zeitgewinn zur sukzessiven Umsetzung eines endgültigen Konzepts verknüpft.

Um die eigentliche Stadtsanierung ist es zur Zeit recht still. Offizielle Verlautbarungen gibt es derzeit vor allem nur hinsichtlich der Wiedererstellung eines Stadttores (Zumthor). Das Bürgerforum ist der Ansicht, dass die weitere Entwicklung der südlichen Altstadt engagiert anzupacken ist. Die Altstadt-Sanierung sollte sukzessive in aufeinander abgestimmten Schritten weiter vorangetrieben werden – insbesondere, da zusätzliche und in dieser Höhe nicht erwartete Fördermittel bereitgestellt wurden. Grundsätzlich positiv ist den Sprechern des Bürgerforums, Robert Blaser-Sziede und Rolf Schmid, zufolge, dass die Stadt mittlerweile im Besitz fast aller relevanten Gebäude ist. Lediglich das Keck-Haus befindet sich noch in Privatbesitz. Nach dem Kenntnisstand des Bürgerforums werden die Immobilien nun teilweise vermietet. In diesem Zusammenhang stelle sich die Frage, ob weitere Entwicklungsschritte dadurch tangiert bzw. die Handlungsfreiheit zumindest temporär eingeschränkt werde. Wie schon in den vergangenen Stellungnahmen spricht sich das Bürgerforum für eine schrittweise und harmonische Entwicklung aus – möglicherweise über längere Zeiträume hinweg. Möglich sind aber einzelne Maßnahmen und eine etappenweise Umsetzung kurz- und mittelfristiger Zielsetzungen. Eine erste Etappe für die kommenden drei bis fünf Jahre kann sofort starten. Für diesen Zeitraum sieht das Bürgerforum folgende Handlungsansätze: 1. Das Sanierungsgebiet ist laut Schmid durch einige hässliche Gebäude gekennzeichnet. Diese Gebäude sollen abgerissen werden. 2. Die gewonnene Fläche kann teilweise provisorisch und vorübergehend als geschotterte Parkfläche zur Verfügung gestellt werden. Die Belegungsanalyse der neu geschaffenen Parkfläche wird auch zur Klärung beitragen, ob und in welcher Größenordnung öffentliche Parkplätze im südlichen Altstadtviertel nötig sind. 3. Der Marktplatz ist derzeit mit den Parkplätzen vor dem Fagiushaus alles andere als attraktiv. Da kurzfristig nicht mit einer umfassenden Sanierung des Marktplatzes zu rechnen ist, sollte dieser für die Übergangszeit mit einfachen, einzelnen Maßnahmen attraktiver gestaltet werden. 4. Allgemeiner Konsens besteht darin, den Stadtbach wieder aufzumachen. Das kann in dieser ersten Etappe ebenfalls – provisorisch oder schon ausgefeilt – erfolgen. Kann die Stadtbachöffnung schon in der endgültigen Form erfolgen, würden begleitende Gartenbau-Maßnahmen und andere gestalterische Elemente den Stadtbach zu einem attraktiven Blickfang und einer Wohlfühlzone machen. Dichtere Bebauung Wenn diese ersten, schnell umsetzbaren Schritte erfolgt sind, kann laut Blaser-Sziede eine weitere Entwicklung der Flächen im Bereich der Stadtmauer vorgenommen werden. Die Planungsentwürfe des Bürgerforums und der Stadtverwaltung gehen beide von einer dichteren, altstadtgerechten Wohnbebauung mit integrieren Parkplätzen für die Bewohner aus. Aufgrund der behutsamen Entwicklung kann aber definitiv erst nach der Erfahrungsanalyse der ersten Sanierungsetappe darüber entschieden werden. Möglicherweise bieten sich neben Gebäuden auch Freiflächen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten an. Hier ist das Bürgerforum zum jetzigen Zeitpunkt entwicklungsoffen. Auch die ursprünglich vom Bürgerforum vorgeschlagene Planung stehe auf einem permanenten Prüfstand, so die Sprecher.

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