Neuer Leiter des Carl-von-Linde-Gymnasiums, Hermann Brücklmayr, vorgestellt

"Geschaut, ob die Schule zu mir passt"

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Hermann Brücklmayr (Mitte) erzählt Schulreferent Benedikt Mayer (li.) und OB Thomas Kiechle (re.) von seinen ersten Arbeitswochen als neuer Schulleiter des Carl-von-Linde-Gymnasiums.

Kempten – Seit diesem Schuljahr hat das Carl-von-Linde-Gymnasium (CvL) einen neuen Schulleiter. Hermann Brücklmayr ist der Nachfolger von Werner Preising, der in den Ruhestand gegangen ist (der Kreisbote berichtete). Der „Neue“ wurde am vergangenen Mittwochmittag offiziell von OB Thomas Kiechle und Schulreferent Benedikt Mayer im Rathaus vorgestellt.

„Schulerfahrung ist genügend vorhanden“, meinte OB Kiechle mit Verweis auf Brücklmayrs Lebenslauf (siehe Infokasten). Zuletzt war der 49-Jährige ständiger Stellvertreter der Schulleiterin des Hildegardis-Gymnasiums (seit 2007). Nun habe er in eine echte bayerische Traditionsschule gewechselt, „eines der wenigen Gymnasien, die auf solch eine Geschichte zurückblicken können“. Für die Arbeit dort wünschte er ihm viel Erfolg.

Die ersten Wochen in der neuen Schule mit rund 600 Schülern und circa 65 Lehrern hat Brücklmayr schon hinter sich und sei gut aufgenommen worden. Im Vorfeld habe er sich genau angeschaut, „ob diese Schule zu mir passt“. Dass am CvL die Physik-Fachschaft „sehr gut aufgestellt“ sei, habe ihm als Mathe- und Physiklehrer natürlich gefallen. Aber auch die Tatsache, dass am CvL Latein ab der fünften Klasse angeboten wird, gefällt ihm. „Ich bin ein alter Lateiner. Ich habe selber in der fünften Klasse mit Latein angefangen und hab das immer gut gefunden.“

In Bezug auf den neu eingeführten musischen Zweig meinte der neue Schulleiter, dass er damit aus seiner Zeit am Gymnasium Marktoberdorf schon Erfahrung habe und wisse, dass die Entwicklung noch viele Jahre dauern werde. „Das ist eine große Herausforderung, der ich mich aber gerne angenommen habe.“ In seiner Jugendzeit hat der vierfache Familienvater selbst Flöte und Geige gespielt, verriet er. „Wir sind der Schulstandort schlechthin“, meinte Kiechle. Mit dem musischen Zweig am CvL werde jetzt eine noch größere Bandbreite abgedeckt. „In Kempten gibt es in der Gesamtheit ein wunderbares Schulangebot“, pflichtete Brücklmayr dem Rathauschef bei.

Als weitere Herausforderung am CvL nannte der neue Schulleiter den Aufbau der Mittelstufe Plus, für den das „Linde“ eine Pilotschule sei. Zwei von drei achten Klassen hätten einen in den Kernfächern gestreckten Stundenplan. Von den Nicht-Kernfächern werden einzelne für ein Schuljahr rausgenommen und in ein anderes reingenommen. Nur in der zehnten Klasse gebe es Nachmittagsunterricht. Die Mittelschule Plus besteht aus den Jahrgangstufen 8, 9, 9 Plus und 10. So kann die Gymnasialzeit wieder auf neun Jahre ausgeweitet werden.

Wie an jeder Schule gibt es auch am CvL immer etwas zu erneuern. „Die Stadt signalisiert Bereitschaft, etwas zu tun“, meinte Brücklmayr. Schulreferent Mayer wurde konkreter: Es seien Planungsmittel im Haushalt vorgesehen und derzeit werden die Bedarfe geklärt. Der naturwissenschaftliche Bereich müsse allerdings auf jeden Fall saniert werden.

Melanie Weidle

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