Engagierte Bürger gründen den Verein "Soziales Dietmannsried"

Für ein soziales Miteinander

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Sie wollen die Gesamtgemeinde Dietmannsried zu einem lebenswerteren Ort machen: Schatzmeister Thomas Sulzer (v.l.), 1. Vorstand Andreas Müller-Tolk, sowie dessen Stellvertreterin Catharina Stich.

Dietmannsried – „Dietmannsried soll sozialer werden“. Unter diesem Motto gründeten in der vergangenen Woche engagierte Bürgerinnen und Bürger aus allen fünf Ortsteilen der Marktgemeinde den Verein „Soziales Dietmannsried e.V.“.

Erste Projekte sind eine „Gute-Tat-Wand“, sowie die Schaffung eines zentral gelegenen, für alle Generationen attraktiven Treffpunkts. Zu den erklärten Zielen des Vereins gehört es, das Gemeinschaftsgefühl in der Marktgemeinde durch unterschiedliche Aktionen zu stärken, das Miteinander zu fördern und dabei Generationenkonflikte abzubauen, sowie die Integration von Neubürgern zu verbessern. Als Startprojekt, das von einem Teil der jetzigen Vereinsmitglieder bereits im Rahmen der diesjährigen 72-Stunden-Aktion des BDKJ angestoßen wurde, ist die Schaffung eines attraktiven, Generationen verbindenden Treffpunktes geplant, der zum Anziehungspunkt für Familien, Senioren und Jugendliche gleichermaßen werden soll. 

 Auf einer gemeindeeigenen, derzeit ziemlich verwilderten Spielfläche am unteren Pausenhof der Grund- und Mittelschule wollen die Vereinsmitglieder nach und nach ein Kneippbecken, beschattete Sitzgelegenheiten, einen Grillplatz, sowie Sport- und Spielmöglichkeiten (unter anderem ist ein Wasserspielplatz angedacht) für Kinder und Jugendliche entstehen lassen. Schulleiter Martin Mederer stellte in Aussicht, eine AG zur Wiederbelebung des ehemaligen Schulgartens auf dem Areal anzuregen. 

Die zentral gelegene, vom Seniorenzentrum fußläufig gut erreichbare Grünfläche soll gleichzeitig Ausgangspukt für einen spannenden Themenweg, eine kinderwagen- und rollstuhltaugliche Spazierstrecke sowie verschiedene Walking- und Joggingrunden werden. Weitere Ideen umfassen beispielsweise das Hinterlegen von Geocaches an interessanten Flecken, wie etwa den elf teils kaum bekannten Ruinenstätten im Gemeindegebiet, um Menschen zu diesen Plätzen zu locken. „Anstatt sich auf den hiesigen Spielplätzen zu treffen, fahren viele Familien lieber zu Ausflugszielen wie dem Wiggensbacher Biberspielplatz oder dem Duracher Wasserwanderweg. Wir würden gerne etwas Vergleichbares hier vor Ort schaffen“, erklärt Andreas Müller-Tolk, der zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. 

Anlaufstelle für Senioren 

Darüber hinaus soll eine erste „soziale Anlaufstelle“ im Seniorenzentrum Dietmannsried verfestigt werden. In dessen Eingangsbereich wurde bereits eine „Gute-Tat-Wand“ aufgestellt, auf der alle Bürger eingeladen sind, ihre Fähigkeiten, Mittel oder Zeit und Hilfe anzubieten, wie etwa: „Ich biete kostenlos Zucchinis aus meinem Garten“, „Ich bin bereit einmal in der Woche für jemanden mit einzukaufen“, „Ich suche Jemanden, der mit mir regelmäßig spazieren geht“. „Das alles sind nur erste Anstöße. Wir sind offen für alle möglichen Ideen“, betont Andreas Müller-Tolk. 

Übergeordnetes Ziel bei alledem ist es, die Menschen zu Gesprächen oder auch zur Ausübung gemeinsamer Interessen zusammenzubringen. „Anstatt uns von den anderen Vereinen abzukapseln, möchten wir Netzwerke aufbauen“, unterstreicht er. So könnten möglicherweise die Sportvereine beim Ausbau der Joggingstrecken mit ihrem Know-How ins Boot geholt werden. Derzeit hat der Verein „Soziales Dietmannsried e.V.“ 24 aktive Mitglieder, vom Jugendlichen bis zum Senior. Weitere Interessierte an der Vereinsarbeit sind herzlichst willkommen.

 Unterstützer gesucht

 „Bei uns ist jeder willkommen, der etwas Positives für die soziale Ortsstruktur erreichen will“, erklärte die 2. Vorsitzende Catharina Stich. „Für einen Jahresbeitrag von fünf Euro kann sich hier jeder ganz nach seinen Talenten, Interessen und seinem jeweiligen Zeitpensum einbringen, egal ob als Ideengeber, Organisationstalent, Förderer oder auch als nur gelegentlich helfende Hand“, so Stich weiter.

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