Engere Zusammenarbeit der regionalen Verkehrsunternehmen

Schneller und flexibler ans Ziel

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Die Gründung der MONA GmbH erfolgte bereits im vergangenen Jahr, am letzten Freitag wurde von den Beteiligten schließlich das Logo präsentiert und die Arbeit aufgenommen. (v.li.) Klaus Fischer (Allgäu GmbH), Peter Gerke (MONA GmbH), OB Thomas Kiechle, Landrat Anton Klotz, Klaus Wittmann (Regionalbus Augsburg GmbH), Helmut Berchtold (Berchtold Reisen) und Herbert Beck (MONA GmbH).

Das Allgäu rückt künftig enger zusammen: Zehn regionale Verkehrsunternehmen der Verkehrsgemeinschaft Kempten haben sich zu einem neuen Verkehrsbund zusammengeschlossen, der einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und eine Optimierung des Angebots für Fahrgäste ermöglichen soll.

„Damit haben wir uns einem Thema verschrieben, dass für die Region in Zukunft noch wichtiger werden wird: die Mobilität“, betonte Kemptens OB Thomas Kiechle. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die MONA – die Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu – „gute Perspektiven für die Bevölkerung“ biete. Zwar habe man bereits einen gut funktionierenden ÖPNV, bislang allerdings ohne Kooperationen über die Landkreisgrenzen hinaus. Das Fehlen einer zentralen Anlaufstelle, umfassender Fahrgastinformationen und einer einheitlichen Tarifstruktur wären Beweggründe für den Zusammenschluss der regionalen Verkehrsunternehmen gewesen, so Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH. Alles Ansatzpunkte und Potentiale, die die Gesellschafter jetzt gemeinsam in Angriff nehmen wollen. Zwar gebe es bereits einheitliche Tarife wie die Tageskarte für das Oberallgäu, mit der ebenso das Anruf-Sammeltaxi (AST) der Stadt Kempten kostenlos genutzt werden kann, allerdings müsse man dieses Angebot noch weiter vorantreiben. „Wir wissen, dass es derzeit noch Defizite gibt, auch was die Querverbindungen zwischen den Landkreisen betrifft“, bekannte Landrat Anton Klotz. Profitieren sollen von der verbesserten Mobilität sowohl Pendler, die über die Landkreisgrenzen hinaus täglich den ÖPNV nutzen, als auch Touristen, die in Zukunft einfach und unkompliziert im ganzen Allgäu reisen können. Auch die Verbindungen zu der Region angrenzenden Metropolen wie München, Ulm, Augsburg und Stuttgart sollen optimiert werden. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Gründung eines neuen Verkehrsverbundes sei der Klimaschutz und der starke Zuwachs des Individualverkehrs in den letzten zehn Jahren gewesen. Der Verkehr mache derzeit 30 Prozent des Energieverbrauchs im Allgäu aus, so Fischer. Durch einen kundenfreundlicheren Personennahverkehr soll die Bevölkerung wieder mehr zum Busfahren animiert und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Aktuell erstreckt sich die Verkehrsfläche der MONA über die Stadt Kempten und den nördlichen Landkreis Oberallgäu. Ziel sei es, weiterhin neue Verkehrsunternehmen als Partner zu gewinnen und das Gebiet auf das südliche Oberallgäu und benachbarte Landkreise auszuweiten, kündigte Martin Haslach, neben Herbert Beck und Peter Gerke ein weiterer Geschäftsführer der MONA, an. Erste sichtbare Ergebnisse und Angebote für die Fahrgäste soll es noch dieses Jahr geben. Lea Stäsche

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