Am 27. November beginnt der diesjährige Weihnachtsmarkt

Erste Neuerungen kommen

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Die Eröffnung des Kemptener Weihnachtsmarktes vergangenes Jahr auf der Bühne vor dem Rathaus. Dort soll heuer eine stimmungsvolle Konzertfläche entstehen, denn die Rathausfassade wird beleuchtet.

Kempten – In rund einem Monat, am 27. November, wird auf dem Rathausplatz der diesjährige Weihnachtsmarkt eröffnet. Die Besucher sind dann bis 22. Dezember täglich von 12 bis 21 Uhr zum Bummeln und Verweilen eingeladen – und können auch einige Neuerungen entdecken.

Wie mehrfach berichtet, gibt es seit Anfang des Jahres einen Arbeitskreis Weihnachtsmarkt, der daran arbeitet, die Attraktivität des Kemptener Weihnachtsmarktes zu steigern. Über den aktuellen Stand nach vier Sitzungen heuer berichtete Martina Dufner-Wucher, Geschäftsführerin des „Kempten Messe- und Veranstaltungsbetrieb“, am Dienstagnachmittag im Werkausschuss. Erreicht werden soll eine einheitlichere Gestaltung, deshalb sei gegenüber Händlern und Gastronomen der Wunsch geäußert worden, dass nur in den Farben Rot, Grün, Gold, Silber und mit Holz dekoriert wird. Außerdem werde es mehr größere, beleuchtete Christbäume geben. Die Illuminierung der Rathausfassade ist eine weitere Neuerung für dieses Jahr. Der Bereich davor soll als stimmungsvolle Konzertfläche für die Auftritte verschiedener Musikkapellen und Chöre dienen. Für die Zeit, in der keine Live-Musik spielt, wird eine neue Beschallungsanlage angemietet. Zu hören werden dort Musikbeiträge lokaler und regionaler Gruppen sein.

Neue Kinderhütte 

„Erstmals gibt es heuer eine Kinderhütte, in der täglich von 15 bis 17 Uhr Programm für die kleinen Besucher geboten wird“, erläuterte Dufner-Wucher weiter. Ferner wird es auch kleine Highlights direkt an den Ständen der Händler geben, wie dem Rahmenprogramm zu entnehmen ist. Besucher haben beispielsweise die Möglichkeit, einem Kunsthandwerker beim Glasblasen über die Schulter zu schauen oder können sich beim Imkereistand Tipps rund um die Anwendung von Bienenprodukten holen.

Für die Händler, die heuer auf dem Weihnachtsmarkt vertreten sind, gibt es Anfang November ein Seminar, bei dem sie von einer Expertin Tipps für einen gelungenen Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt erhalten. „Bisher haben wir 25 Anmeldungen für das Seminar“, meinte Dufner-Wucher.

Für die kommenden Jahre stehe die Anschaffung von neuen Weihnachtsmarkt-Hütten an, meinte die Geschäftsführerin weiter. Denn die jetzigen seien teilweise schon 30 Jahre alt.

Kein Stall mit Tieren 

„Schön, dass heuer schon Neuerungen umgesetzt werden können“, freute sich Peter Wagenbrenner (CSU). Gleichzeitig bemängelte er jedoch, dass sein Wunsch nach einem lebendigen Stall auf dem Weihnachtsmarkt nicht umgesetzt werde. Schließlich habe er sogar einen Landwirt an der Hand, der den Stall und zusätzlich einen Stand betrieben hätte. Die Nicht-Umsetzung dieses Wunsches begründete Dufner-Wucher unter anderem mit den vielen Auflagen, die eine Integration von Tieren in eine Veranstaltung mit sich bringe. Deshalb habe sich der Arbeitskreis nach Abwägung dagegen entschieden. „Das finde ich unverständlich, woanders funktioniert es schließlich auch“, entgegnete Wagenbrenner und hoffte, dass es nächstes Jahr umgesetzt werde.

Den Vorschlag von einigen, den Weihnachtsmarkt auf den Hildegardplatz zu verlegen, griff das Gremium ebenfalls auf. „Von Seiten der Verwaltung gibt es hierzu noch keine Planungen, dieses Thema ist an uns herangetragen worden“, stellte Dufner-Wucher klar. Laut OB Thomas Kiechle ist es jedoch durchaus gerechtfertigt, solche Überlegungen anzustellen. „Wir müssen uns bemühen, dem Norden (der Innenstadt) weitere Impulse zu geben“, betonte er. „Dann ist für mich aber unverständlich, dass die Eislauffläche am August-Fischer-Platz genehmigt wurde“, meinte Andreas Kibler (CSU). Die Eislauffläche in den Weihnachtsmarkt am Rathausplatz zu integrieren sei nach ausgiebiger Prüfung nicht möglich, entgegnete Dufner-Wucher und Kiechle betonte ausdrücklich, dass es nicht am Willen des OB oder der Verwaltung gelegen hätte, dass die Eislauffläche nicht am Hildegardplatz aufgebaut werden könne. Auch die beteiligten Nachbarn müssten mitmachen und für den Betreiber spiele verständlicherweise auch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. „Ich hätte die Eislauffläche an einem der anderen Plätze viel lieber gehabt.“ Die Eislauffläche sei aber nicht am August-Fischer-Platz „zementiert“.

Der spontanen Idee von Ingrid Vornberger (SPD), auf dem Hildegardplatz eventuell einen zweiten Weihnachtsmarkt anzusiedeln, entgegnete Kiechle, dass man sich das genau anschauen müsste. Es müsste aber ein alternativer Markt sein, der sich abhebe von dem am Rathausplatz.

Sollte der Hildegardplatz künftig für einen Weihnachtsmarkt oder die Eislauffläche genutzt werden, schwebt Hans-Peter Hartmann (FW/ÜP) vor, dass der Basilikahügel dann auch als Rodelhang genutzt werden könnte.

Melanie Weidle

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