Neues aus dem Bauausschuss

Dachser-Parkhaus: Denkmalschutz stellt sich quer

Spielzeugbagger, Walze, Stapler
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Neues aus dem Bauausschuss.

Kempten – Auf dem Grundstück an der Stiftsbleiche 3 will die Firma Dachser ein Mitarbeiter Parkhaus mit insgesamt acht Splitleveln und 600 Stellplätzen bauen. Derzeit wird das Grundstück als Parkplatz genutzt. Das Parkhaus hat eine Länge von ca. 100 Metern und eine Tiefe von 30 Metern und soll parallel zur Memminger Straße gebaut werden.

Die bestehende Baumreihe entlang der Memminger Straße bleibt erhalten bzw. soll noch ergänzt werden. Die Zufahrt erfolgt über die vorhandene Zufahrt zum Parkplatz. Das Gebäude weist unterschiedliche Höhen bis zu einer Höhe von 16,42 Meter auf. An der West-, Süd- und Nordseite des Parkhauses sollen die Fassaden mit gekanteten farbigen Lochblechen versehen werden. Die Treppenhäuser mit einer Schuppenglasfassade. In unmittelbarer Nähe des geplanten Parkhauses befindet sich das Einzeldenkmal „Ehemalige Stiftsbleiche“. Gemäß rechtsgültigem Bebauungsplan ist dort ein eingeschränktes Gewerbegebiet mit maximal dreigeschossiger Bebauung und einer maximalen Gebäudehöhe von 14 Metern zulässig. Für das Bauvorhaben sind mehrere Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erforderlich. Betroffen ist die Geschossigkeit, die Gebäudehöhe und die Geschossflächenzahl. Zu allen drei Aspekten liegt noch keine abschließende Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege vor. Es muss die Alleinstellung der „ehemaligen Stiftsbleiche“ erhalten bleiben. Durch das geplante hohe Parkhaus wird diese Alleinstellung als gefährdet angesehen. Da das Verfahren zur Abstimmung der denkmalrechtlichen Belange noch nicht abgeschlossen ist, kann eine Baugenehmigung erst erteilt werden, wenn die denkmalfachlichen und -rechtlichen Themen abgeschlossen sind. Daher konnte dem Bauantrag mit der notwendigen Ausnahme und den Befreiungen vom Bebauungsplan nur planrechtlich zugestimmt werden, was die Mitglieder auch einstimmig beschlossen.

Neubau wird durchgewunken

Ohne großes Aufhebens wurde der Bauantrag für Kirchweg 108 durchgewunken. Durch den Abbruch des Bestandsgebäudes soll Raum für den Neubau eines zweigeschossigen Einfamilienhauses mit ausgebautem Dachgeschoss geschaffen werden. Das neue Haus soll eine Wohnfläche von 140 Quadratmetern haben und wird nach Norden in den vorhandenen Hang eingeschoben. Somit entsteht im Süden ein Tiefgeschoss. Die notwendigen Stellplätze werden in einer Garage nachgewiesen. Da es für das betreffende Grundstück keinen Bebauungsplan gibt, ist das Vorhaben zulässig, da es sich hinsichtlich Kubatur und Ausdehnung in die nähere Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Der Bauausschuss hat dem Bauantrag planungsrechtlich einstimmig zugestimmt. hehi Einfamilienhaus darf gebaut werden Kempten — Am Höhenweg 2 soll ein Einfamilienhaus mit Garagen gebaut werden. Das Gebäude soll in das hängige Gelände eingeschoben werden und dreigeschossig mit Walmdach mit einer Wohnfläche von circa 507 Quadratmeter gebaut werden. Zwei Garagen sollen im südlichen Bereich entstehen und sind über den Kirchweg zu erreichen. Zwei weitere Garagen sind im östlichen Teil des Gebäudes integriert und über den Höhenweg anfahrbar. Da es für das betreffende Grundstück keinen Bebauungsplan gibt, ist das Vorhaben zulässig, da es sich hinsichtlich Kubatur und Ausdehnung in die nähere Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Der Bauausschuss hat dem Bauantrag planungsrechtlich einstimmig zugestimmt.

Weder noch am Wettmannsbergerweg

Auf den Flächen der ehemaligen Maria-Ward-Schule in Lenzfried soll eine neue Wohnbebauung entstehen (der Kreisbote berichtete mehrfach). Um die Erschließung dieser Wohnanlage zu sichern hat der Investor zwei Grundstücke erworben. Auf einem befindet sich der Edeka Markt. Das andere Grundstück dient als Parkplatz für den Edeka Markt und als Zufahrt zur Wohnanlage. Die Forderung des Stadtrates, zu prüfen, ob der Lebensmittelmarkt mit Geschosswohnungsbau aufgestockt werden kann, wurde vom Investor nach anfänglicher Zustimmung wegen möglicher Zeitverzögerung bei der Wohnanlage wieder zurückgenommen. Zu klären war insbesondere, ob das Aufstocken auch verkehrlich und mit ausreichend Parkplätzen unabhängig vom Hintergrundstück verwirklicht werden kann. Der Investor hat nun nachgewiesen, dass die zusätzlichen Wohnungsgeschosse nur durch einen Neubau mit darunterliegender Tiefgarage unabhängig vom hinteren Grundstück möglich ist. Ein Abbruch mit Neubau ist wegen geschlossener Verträge derzeit nicht möglich. Eine Aufstockung soll daher erst in circa 15 Jahren weiterverfolgt werden.

Einfamilienhaus darf gebaut werden

Am Höhenweg 2 soll ein Einfamilienhaus mit Garagen gebaut werden. Das Gebäude soll in das hängige Gelände eingeschoben werden und dreigeschossig mit Walmdach mit einer Wohnfläche von circa 507 Quadratmeter gebaut werden. Zwei Garagen sollen im südlichen Bereich entstehen und sind über den Kirchweg zu erreichen. Zwei weitere Garagen sind im östlichen Teil des Gebäudes integriert und über den Höhenweg anfahrbar. Da es für das betreffende Grundstück keinen Bebauungsplan gibt, ist das Vorhaben zulässig, da es sich hinsichtlich Kubatur und Ausdehnung in die nähere Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist. Der Bauausschuss hat dem Bauantrag planungsrechtlich einstimmig zugestimmt. 

Helmut Hitscherich

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