Neues beim Jazzfrühling

Während die beiden seit vielen Jahren fleißigen Helferinnen Hildegard Dietrich (links) und Inge Mießner (rechts) die druckfrischen Flyer zum Versand fertig machten, präsentiert Klecks-Vorsitzender Hansjürg Hensler neben dem Programm auch erstmals einen Jahreskalender des 28. Kemptener Jazzfrühlings. Foto: Tröger

Nicht ganz ohne Stolz hielt Hansjürg Hensler, Vorsitzender des Klecks e.V., den druckfrischen Programmflyer für den 28. Kemptener Jazzfrühling (28. April bis 6. Mai 2012) in der Hand. Nachdem Gerold Merkle, der bislang für den größten Brocken des Programmes zuständig gewesen war, aus gesundheitlichen Gründen im Mai 2011 seinen Ausstieg bekannt gegeben hatte, musste der Arbeitskreis (AK) Jazzfrühling einiges mehr stemmen als bisher.

„Wir haben schmerzhaft erfahren müssen, dass die Arbeit von Merkle schon eine gewaltige war“, räumte Hensler ein. Und doch hat dieser Ausnahme-AK, auch diese Herausforderung bravurös gemeistert und dem Ganzen gleich noch eine dezent neue Struktur verpasst. So wird es im Kornhaus nur mehr zwei Abende geben – die Eröffnungsgala am Samstag und am Montag Christian Willisohn mit Band und Lillian Bouté – dafür vier Abende im Stadttheater. Am Sonntag, 29. April, steht der ökumenische Jazzgottesdienst im Mittelpunkt, den Stephan Holstein, Josef Holzhauser und Uli Fiedler musikalisch gestalten werden. Freunde des „Nischen-Programmes“ erwarten vier von Josef Ego zusammengestellte Abende im TheaterOben mit dem Andromeda Mega Express Orchestra, Tà Lam 11 „Mingus“, Donny McCaslin Quartett und einmal interpretieren Oliver Karbus und Jazztrio Charles Bukowski in „LesART“. Feines gibt es auch bei den vier „AÜW-Jazzperlen“ wieder zu entdecken, unter anderem Helmut Nieberle und Howard Alden, beides Meister der 7-String-Jazz-Guitar. Gespannt ist das Urgestein des Jazzfrühlings darauf, wie der etwas andere Jazz-Abend am 2. Mai im Stattheater beim Publikum ankommen wird: „Caféhaus“ – ein Tanztheater und Jazz Big Band Fusion mit dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern, Harald Rüschenbaum und der Kari-dance Company. „Ich finde, man muss mal neue Wege gehen“, zeigte sich Hensler aber durchaus optimistisch. Drei Jugendkonzerte Diesmal nicht im Programm sind die Blues-Gala sowie der Spielort Alpe Diepolz und auch die Musikerfrühstücke wurden ein bisschen „abgespeckt“. Unter „Jugend veranstaltet Jazz“ hat Magnus Dauner drei Konzerte, darunter mit „Pianistixx“, auf die Beine gestellt. Aber zufrieden ist Hensler nicht nur mit Blick auf illustre Musikernamen wie Hannes Beckmann, Till Brönner oder Tom Gaebel, die dem 28. Jazzfrühling einmal mehr zu einer besonderen Woche erheben. Begeistert zeigte sich Hensler ebenso von den „tollen Knetmännle“, die von Schülerinnen und Schülern des Hildegardisgymasiums zum Thema Jazz kreiert und fotografiert wurden, und, wie jedes Jahr, während des Jazzfrühlings ausgestellt werden. Das Titelmotiv für Plakate, Programmbuch und Flyer, ein Saxophonspieler aus Knetmasse, stammt diesmal von Stephan Hagspiel. Neu ist, dass die witzigen Arbeiten als Kalender gedruckt wurden, der für zehn Euro im Klecks-Büro erhältlich ist. Der Gewinn wandert in die Klassenkasse. Wer sich über das Programm des 28. Kemptener Jazzfrühlings näher informieren möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Programmvorstellung in Wort und Ton am 4. und 7. Januar , jeweils um 20 Uhr im Klecks.

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