Neues Büro für den ifd

Die ifd-Geschäftsstelle ist in Kempten in der Kronenstraße 36. Foto: Matz

„Den Menschen mit Behinderung ein Stück Güte des Lebens vermitteln, nämlich Arbeit “ – das ist der Hintergrund des Integrationsfachdienstes (ifd) Schwaben. Träger sind gemeinsam die Diakonischen Werke (DW) in Schwaben, sowie der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese (KJF) Augsburg. Da die Aufgaben in den letzten Jahren gewachsen sind, wurden neue Räume gesucht, um mit einer zentralen Anlaufstelle möglichst effektiv unterstützen zu können. Jetzt wurde das neue Büro in der Kronenstraße 36 offiziell mit einer kleinen Feier übergeben. Pastoralreferent Christian Dorn vom Förderzentrum St. Georg und Pfarrer Ulrich Gampert von der St. Mang-Kirche sprachen gemeinsam den Segen über die Menschen und die Arbeit im ifd.

Seit 1991 gibt es bereits den berufsbegleitenden Dienst über das Diakonische Werk in der Illerstadt. 2000/2001 wurde er in den Integrationsfachdienst integriert – und ab 2002 übernahmen die katholische Jugendfürsorge und das DW in Kempten gemeinsam die Aufgabe, die Integration von Menschen mit Behinderung in das Erwerbsleben so reibungslos und so unkompliziert wie nur möglich zu gestalten. „Und dies sowohl für den Arbeitssuchenden mit Handicap als auch für den Arbeitgeber“, berichtet dazu Rüdiger Leibfried von der Diakonie Kempten Allgäu. Schwerpunkte der Arbeit liegen in der Berufsbegleitung, dem Übergang von den Förderschulen in den Beruf und in der Vermittlung von Arbeit. Dabei ist der ifd zuständig für alle Arten von Behinderung, egal ob seelisch, geistig oder körperlich. Bei der Feier wurde die intensive Vernetzung deutlich: Vertreter der Arbeitsagentur, der Rentenversicherung, der Argen, der Förderschulen, der Allgäuer Werkstätten, von Reha-Einrichtungen sowie vom Bezirkskrankenhaus und vom Josefinum kamen als Gesprächspartner in die neuen Räume. Auch Vertreter der Firmen Feneberg, Bosch und Liebherr nutzten die Gelegenheit zur Begegnung. „Durch enge Zusammenarbeit mit den Auftraggebern, den Integrationsämtern Bayerns, den Rehabilitationsträgern und den Arbeitsagenturen in Bayern, entlasten wir wirksam Arbeitgeber und betriebliche Integrationsteams in allen Belangen rund um das Thema Behinderung am Arbeitsplatz“, weiß das Team. Und wie erfolgreich sie darin sind, das bescheinigten ihnen die Vertreter der Träger: „Der ifd in Schwaben ist beispielhaft in seiner Zusammenarbeit für andere Regionen“, waren sich Wolfgang Grieshammer, Geschäftsführer des DW, und Michael Breitsameter von der KJf der Diözese Augsburg einig. Bei der Feier gab es allerdings auch kritische Worte. Sie richteten sich gegen das politische Vorhaben, die Leistungen des ifd künftig über Vergabeverfahren auszuschreiben, obwohl die Aufgaben im Sozialgesetzbuch genau beschrieben sind. „Es gibt hierzu inzwischen rechtliche Gutachten, die belegen, dass eine Ausschreibung nicht nötig wäre “, so Breitsameter. Befürchtet wird vor allem ein Verlust an Qualität, wenn Anbieter einander im Preis unterbieten müssen. Mensch im Fokus „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, betonte Wolfgang Grieshammer für das DW den Kern der Arbeit. Das will die Diakonie künftig noch stärker unterstützen – und zwar mit dem neuen Angebot „Miteinander Management“. Betriebe in der Region sollen dabei mit Angeboten wie betriebliche Sozialarbeit, Schulungen für Führungskräfte und betriebliches Eingliederungsmanagement darin unterstützt werden, die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Der ifd Schwaben hat seine Geschäftsstelle nun in der Kronenstraße 36 und ist erreichbar unter der Rufnummer 0831/96 008 03. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.ifd-schwaben.de.

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