Neues "Entschleunigungsmittel"

Stellten den neuen, kompakten Führer sowie sechs Postkarten zur Erasmuskapelle vor: Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber (v.l.), OB Dr. Ulrich Netzer, Historikerin und Autorin des Buches, Birgit Kata, und der gleichnamige Inhaber des Kunstverlages, Josef Fink. Foto: Tröger

Handlich, aber nicht weniger „gewichtig“ ist ein in der Reihe „Kleine Kunstführer“ des Lindenberger Kunstverlages Josef Fink neu erschienenes Büchlein zur Erasmuskapelle. Für gerade einmal fünf Euro finden Interessierte darin alles Wissenswerte rund um das historische Bauwerk, angefangen bei den Grabungen bis zum heutigen Schauraum.

Geschrieben hat ihn die Kemptener Historikerin und Archäologin Birgit Kata, deren profunde Ausführungen reich bebildert wurden. Unter anderem hat der Haslacher Fotograf Erwin Reiter die, wie Kata meinte, „nicht einfach zu fotografierenden Projektionen im Schauraum“, stimmungsvoll in Szene gesetzt, sodass Besucher sie „als Eindruck mitnehmen können“. Ein Anliegen sei gewesen, dass auch der Bau des Schutzraumes im Buch stehe, „das hat die Bürger ja beschäftigt“, erklärte die Autorin. Sie glaube nicht, dass der Stadtrat die Entscheidung pro Schauraum bereut habe, da die Erasmuskapelle „ein Publikumsmagnet geworden ist“ und – als Besonderheit – alles „ehrenamtlich organisiert“ werde. "Beliebter Ort" OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) bestätigte, dass die Führungen der seit knapp einem Jahr zugänglichen Erasmuskapelle „inzwischen ein beliebter Ort ist“. Als „Entschleunigungsmittel“ der Präsentation bezeichnete Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber die Publikation, in der man in Ruhe das Gehörte und Gesehene noch einmal Revue passieren lassen könne. Noch für dieses Jahr kündigte er auch „eine entschleunigte Version der Präsentation“ an. Weiterer Bedarf? Verlagsinhaber Josef Fink freute sich, dass neben dem Büchlein noch sechs Postkarten zum Thema herausgekommen sind. Er empfinde es als „große Ehre“ seinen in 16 Jahren 350 herausgegebenen Büchern das über die Erasmuskapelle hinzufügen zu dürfen. „Ich schiele auch ein bisschen auf die Sankt Mangkirche“, merkte er weiteren literarischen Handlungsbedarf zu Kemptener Kleinoden an. Erhältlich ist „Der Schauraum der Erasmuskapelle in Kempten“ im Kemptener Buchhandel sowie in den Museen und natürlich auch am Kartenverkauf der Erasmuskapelle selbst.

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