Neues Heim eröffnet

Tische und Stühle aus dem massiven Eichenholz alter Weinfässer und auch sonstige Accessoires sorgen für eine besondere Stimmung im neuen Winzerheim. Foto: Schubert

Nach fast 18 Monaten Bauzeit ist jetzt das Winzerheim in Isny eingeweiht worden. Karl Immler hatte direkt vor der Stadtmauer am oberen Graben das Grundstück dafür erworben. Dass das Heim seines Winzervereins genau dort errichtet wurde, liegt an einer Inschrift in der Stadtmauer nach der schon 1664 in diesem Bereich Weintrauben geerntet wurden.

Nach Klärung der Besitzverhältnisse und Rücksprachen mit dem Denkmalsamt bekam Immler grünes Licht und der Bau konnte beginnen. Jetzt steht dort ein Haus, das es Immler zufolge „noch nie gab und auch nie wieder geben wird“. Die verbauten Materialien sind von ausgesuchter Qualität und aufeinander abgestimmt. Vom Weinkeller über den Empfangsbereich bis hinauf in „Karls Philosophenstube“ wurde die Stadtmauer als sichtbares Element sorgfältig restauriert. An der langen Tafel im Erdgeschoss haben locker 22 Personen Platz und wenn die großen Glaswände aufgefahren werden, sitzt man quasi im Freien und hat doch die gepflegte Atmosphäre des Hauses um sich herum. Die obere Etage hat privateren Charakter. Hier hängen 16 Bilder von denen Uschi Immler, Angelika Kirchmann-Kurz, Susanne Bauer-Bolender und Sigrun Jennemann je vier gemalt haben. Jede malte nach Vorgabe der Farben Charakterstudien zu den menschlichen Verhaltensweisen Choleriker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Melancholiker. Die Bilderserie wirkt wie aus einem Guss. An das Haus schließt sich eine Terrasse an, der zwei Sitzgruppe aus massivem Stein eine besondere Note geben. Das Grundstück bis zum Diebsturm wird noch angelegt. Dort sollen die Metallplastiken von Josef Epp einen würdigen Platz finden. „Eine bessere Ausstellungsfläche wird man kaum finden“, meinte Immler. Nun ist die Stadt am Zuge. Bürgermeister Magenreuter, auch einer der Gäste am Eröffnungsabend, betonte, dass die ausgearbeiteten Pläne für diesen Bereich jetzt schnell und sorgfältig umgesetzt werden sollen. „Druck erzeugt Diamanten“ war das richtige Motto dafür. Eines hat Karl Immler in seiner Begrüßungsrede noch einmal deutlich gesagt: „Das Haus gehört mir, Planung und Ausführung war mit dem Denkmalsamt abgesprochen, Zuschüsse oder ähnliches haben wir dafür nicht bekommen und was nun weiter geschieht, ist unsere Privatsache.“ Ein Alleinstellungsmerkmal für seine Heimatstadt werde dieser Bereich allemal. In Absprache mit der Stadt soll er noch weiter ausgebaut werden.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Eröffnung der "MangBox" in Kempten
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Das „Große Loch“ im Fernsehen
Erlebnistag im Grünen Zentrum
Erlebnistag im Grünen Zentrum

Kommentare