Diakonie und Kirche laden zum "Tischlein-deck-dich" nach St.-Mang

Die Gemeinschaft fördern

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Gemeinsam machen sie sich stark für das „Tischlein-deck-dich“-Projekt in St.-Mang: Matthias Lange (v.l.), Melanie Rutherford und Mareike Helm vom Stadtteilbüro St.-Mang, Koch Charlie Olf, Diakonie-Geschäftsführerin Indra-Baier Müller und Pfarrer Martin Weinreich.

Kempten – Fördern – Initiativ werden – Teilhaben. „FIT“ ist ein Projekt des Diakonischen Werkes und der evangelischen Kirche. Rund 60 Maßnahmen werden darüber gefördert. In der Illerstadt gab es am vergangenen Freitag den Auftakt für das „Tischlein-deck-dich“.

Über 80 Personen aus dem Stadtteil St.-Mang ließen sich im evangelischen Gemeindezentrum der Christuskirche Züricher Geschnetzeltes mit Spätzle und Salat schmecken. Für einige wenige Vegetarier gab es ein vegetarisches Schnitzel, ebenso mit Spätzle und Salat. 

Einmal im Monat wird es künftig Freitagabends so einen gedeckten Tisch geben. Parallel dazu findet das „Tischlein-deck-dich“ jeden Dienstagmittag im Treffpunkt im Oberösch statt. Den Mittagstisch gibt es bereits seit November 2013. „Ich lebe allein – und da ist es schön, mal so bekocht zu werden“, freute sich eine Seniorin. Geschmeckt hat es auch einem Mittfünfziger, er holte noch ein paar Spätzle für die „gute Soße“ nach. Ein älteres Ehepaar sieht den Essenstermin sogar unter dem Aspekt „mal wieder essen gehen“ an. 

„Die Gemeinschaft fördern“ ist ein Aspekt, den Pfarrer Martin Weinreich besonders herausstellte. Indra Baier-Müller, Geschäftsführerin der Diakonie Kempten Allgäu, betonte, es gebe so viele Verknüpfungspunkte zwischen DW und evangelischer Kirche. Die solle man ruhig mehr herausstellen: „Es geht um mehr Miteinander, Inklusion und gegen Ausgrenzung.“ Gegen Ausgrenzung auch deshalb, weil zu den Gästen auch die Kunden der Tafel in St.-Mang gehören. Sie bekommen die Bons für die Essen kostenlos im Tafelladen in der Magnusstraße. Alle übrigen melden sich vorab für das nächste Essen im Oberösch oder in der Christuskirche an und zahlen für den Essens-Bon 2,50 Euro. Weinreich: „Beim Essen selbst weiß dann niemand, wer dafür gezahlt hat und wer nicht.“ 

Den Kochlöffel für das Projekt schwingt Charlie Olf. Der ehemalige Koch des Wilhelm-Löhe-Hauses steht jedes Mal in der Küche. „Solange meine Gesundheit das zulässt, mache ich das gern“, sagt er. „Idee für den Mittagstisch im November war seinerzeit, ein Angebot für die Senioren aus den umliegenden Wohnanlagen zu schaffen“, so Mareike Helm, Quartiersmanagerin und Leiterin des Stadtteilbüros St.-Mang. Ursprünglich dachte man an 25 Essen. Inzwischen nutzen zwischen 40 und 50 Personen das Angebot, das nun durch den monatlichen Abendtisch in der Christuskirche ergänzt wird. 

Eingekauft werden die Zutaten übrigens hauptsächlich im nahegelegenen Miniladen. Die BSG unterstützt durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten und dem Ausbau der Küche, um dem größeren Bedarf gerecht zu werden.

mori

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