Neues Regelwerk

Verdient im Wortsinne hätten sich die Teilnehmer das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung, machte bei der Verleihung Schiedsrichter Roland Glück von der Feuerwehr Kempten klar. Die jetzt erstmals in der Praxis angewandten Änderungen verlangten von den Feuerwehrleuten wesentlich mehr Vorbereitung und von den Schiedsrichtern deutlich mehr Arbeit bei der Bewertung der Leistungen.

Die Prüflinge bestätigten den spürbar erhöhten Lerneffekt und lobten den Praxisbezug. Naturgemäß ließen sich Fehler nicht vermeiden. Die aufmerksamen Unparteiischen sprachen die neunköpfige Gruppe – ein Gruppenführer, ein Maschinist und sieben Feuerwehrleute – gezielt darauf an, sodass jeder wusste, was künftig besser zu machen ist. Wert wird nun auch auf die Erste Hilfe gelegt. Der Patient im „Unfallfahrzeug“ wird von der Feuerwehr erstversorgt. Grundwissen zur Ersten Hilfe wird abgefragt sowie eine praktische Übung gefordert. Jeweils ein Trupp zeigte außerdem die richtige Handhabung verschiedener Gerätschaften wie sie auf vielen Löschfahrzeugen zu finden sind. Neue Absprachen Neu ist, dass sich die beiden während ihrer Arbeit entsprechend absprechen dürfen. Bis auf den Gruppenführer und den Maschinisten wusste übrigens vorher niemand, welche Aufgabe auf ihn zukam. Um einen geordneten Einsatzablauf sicherzustellen, musste ein Platz zur Geräteablage hergestellt und das Fahrzeug mit Holzklötzen gegen Wegrollen bzw. Wegkippen gesichert werden. Das war genauso neu wie die gegenseitige Unterstützung der Brandschützer beim Herrichten der Geräte und der Schrottablage. Da sich der angenommene Verkehrsunfall während der Abend- bzw. Nachtstunden ereignet hatte, mussten die Floriansjünger Scheinwerfer in Stellung bringen, die ihre elektrische Energie von einem eigens mitgeführten Stromerzeuger bezogen. Wichtige Sicherung Parallel dazu sicherte ein weiterer Trupp die „Unfallstelle“ gegen die Gefahren des fließenden Verkehrs sowohl hinter als auch vor dem Fahrzeug und sorgte für den Brandschutz mit einem Pulverlöscher und einem Schnellangriff Wasser aus dem Löschfahrzeug. Das „Unfallfahrzeug“ war an diesem Abend übrigens ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, kann aber nach den jetzt geltenden Bestimmungen auch ein normaler, schrottreifer Pkw sein.

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