Kempten soll "grüner" werden

Der Ton macht die Musik

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„Elf grüne Freunde” und ein OB-Kandidat stellen sich im März zur Wahl: Michael Schropp (hinten v.l.), Klaus Trunzer, Ulf Kronmüller, OB-Kandidat Thomas Hartmann, Theo Dodel-Hefele, Ruben Hefele und Felix Knecht sowie Erna-Kathrein Groll (vorne v.l.), Susanne Vanoni, Carolin Brög, Renate Düwel und Emine Kimya Arslan.

Kempten – Es ist gute alte Tradition, dass die politischen Parteien zu Beginn eines Jahres Freunde und Wähler, aber auch Mitstreiter anderer Fraktionen, zu einem Neujahrsempfang einladen.

In diesem Jahr luden die Kemptener Grünen ihre Gäste ins Haus International ein, wo es neben Reden der grünen Spitzenkandidaten im Kommunalwahlkampf, auch die Gelegenheit gab, sich untereinander über kommunale Themen auszutauschen.

„Das Super-Wahlkampfjahr 2013 ist vorüber, aber wir befinden uns immer noch im Wahlkampfmodus, denn im März stehen die Kommunalwahlen bevor. Wir erwarten vor diesem Hintergrund ein aufregendes, anregendes und interessantes Jahr 2014”, begrüßte Stadträtin Erna-Kathrein Groll in ihren Willkommensrede die rund hundert erschienenen Gäste. Ihre Themenschwerpunkte möchten die Kemptener Grünen in den bekannten Feldern „Bildung stärken”, „gleichwertige Lebensbedingungen für alle Menschen schaffen”, „Energiewende voranbringen” und „regionale Wirtschaft stärken” setzen.

Was das konkret bedeutet, erläuterte Oberbürgermeister-Kandidat Thomas Hartmann, der zugleich Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kemptener Rathaus ist. Nach Hartmann's Vorstellungen soll Kempten „grüner” werden, mehr Lebensqualität entwickeln und seine Aufenthaltsqualität verbessern. Dies soll aber nicht durch ein Mehr an gesichtlosen Geschäftshäusern oder Fernsehshows in Kemptens Veranstaltungshalle Nummer 1 geschehen, sondern vielmehr durch eine Rückführung des Straßenverkehrs, einer Einführung von Tempo 30 überall wo es möglich ist, eines Voranbringens der Energiewende mit Augenmaß und einem politischen Wirken nach gleichen Lebensbedingungen für möglichst alle Bürger.

Nachhaltige Wirtschaft

Dabei, so der OB-Kandidat, dürfe aber nicht der Weg einer soliden Haushaltspolitik verlassen werden. Ein wichtiges Augenmerk werde er deshalb auch auf die Stärkung regionaler Wirtschaft lenken. Hier gelte für die Grünen, besonders nachhaltige, mit der Region verbundene Betriebe, die sich in das Gemeinwohl der Stadt einbringen und hochwertige Arbeits- und Ausbildungsplätze bereithalten, zu unterstützen. Auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten des Klinikverbundes müssten laut Hartmann erheblich verbessert werden. „Wir als Grüne haben maßgeblich an populären Projekten wie der Ausgestaltung des neuen Hildegardplatzes, der Renovierung des Künstlerhauses oder der Schaffung einer Fußgängerzone im Bereich der unteren Bahnhofstraße mitgewirkt”, so das Fazit des Fraktionsvorsitzenden.

Zukünftig möchte er und die grüne Fraktion sich im neuen Stadtrat auch für eine Belebung der Burghalde einsetzen und endlich einer Lösung in der Kemptener Museumslandschaft näher kommen. „An einer Entfernung der König-Ludwig-Brücke, so wie sie geäußert wurde, werden wir uns nicht beteiligen”, betonte Hartmann, der sich zum Ende seiner Ausführungen wünschte, dass zukünftig in Kempten ein besserer Dialogstil geführt wird.

Nach einer kleinen Talkrunde, in der die Stadtrats-Kandidaten der Grünen noch einmal einzeln mit ihren Anliegen vorgestellt wurden, gab es noch die Möglichkeit zu zwanglosen Gesprächen und dem Betrachten fotografischer Arbeiten der Reihe „Winterreisen” von Thomas Koslowski.

Jörg Spielberg

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