Nicht ausreichend

Die Grünen im Bayerischen Landtag befinden die Nachbesserungen des Kultusministers zum achtjährigen Gymnasium für nicht ausreichend. „Die Schülerinnen und Schüler in der 11. Klasse (Q 11) brauchen schnell und deutlich eine klare Reduzierung der gegenwärtigen zu hohen zeitlichen und inhaltlichen Belastungen“, erklärte der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring am Montag.

Deswegen müssten schnell neue Probeabituraufgaben vom bayerischen Kultusministerium ins Netz gestellt werden, die ein deutlich niedrigeres Leistungsniveau als die momentan verfügbaren vorgeben würden. Die bayerischen Grünen fordern ebenfalls eine sofortige Entschlackung des Lehrplans. „Denn in vielen Fächern ist lediglich der Stoff von drei Jahren auf zwei Jahre verteilt worden“, kritisiert der Allgäuer Abgeordnete. „Wenn jetzt etwa in Sport Klausuren geschrieben werden und dafür zwölf Seiten Basketballregeln auswendig gelernt werden müssen, dann ist das eine Wiederkehr der alten Paukschule und alles andere als ein ‚neues’ kompetenzorientiertes Lernen“, so Gehring weiter. Keine Zeit verlieren Wie Thomas Gehring weiterhin betonte, dürfe jetzt keine Zeit mehr verloren werden, denn die unzumutbare Situation in der Q 11 für die Schülerinnen und Schüler werde täglich deutlich. Der grüne Bildungsexperte aus dem Oberallgäu mahnte, die Kritik der Basis endlich ernst zu nehmen und in die Nachbesserungen einfließen zu lassen: „Die warnende Kritik der Lehrerinnen und Lehrer an den überfrachteten Lehrplänen und den zu hohen Anforderungen der vorgelegten Abituraufgaben ist bisher von oben stets abgebügelt worden. Wir brauchen jetzt klare und deutliche Korrekturen am System“, appellierte er.

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