Geld für karitative Zwecke

Vergabe von Stiftungsmitteln

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OB Thomas Kiechle (Mitte) bei der feierlichen Übergabe von Stiftungsmitteln.

Insgesamt 17 gemeinnützige, teilweise schon jahrhundertealte, Stiftungen betreut die Stadt Kempten, mit unterschiedlichen Zielsetzungen, zum Beispiel Unterstützung sozialer Träger, Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft oder Jugend.

Zwar hätten sich auch die Stiftungen den Gegebenheiten des Finanzmarktes zu fügen, so dass die Erträge „heuer deutlich weniger sind“ als in den Vorjahren, wie OB Thomas Kiechle bedauerte. Dennoch konnten sich am Dienstagabend in der Schrannenhalle des Rathauses 37 Em- pfänger über Zuwendungen aus vier größeren Stiftungen freuen. Insgesamt 44.000 Euro wurden laut Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses aus der Protestantischen Waisenhausstiftung mit 14.000 Euro (2014: 25.000 Euro), der Stipendienstiftung der Stadt Kempten mit 5000 Euro (2014: 7600 Euro), der Ferdinand und Emma Merkt’schen Veteranenstiftung mit 5000 Euro (2014: 26.790 Euro) und der Dr. Rudolf-Zorn-Stiftung mit 20.000 Euro (2014: 50.000 Euro) vergeben. Auch diesmal stellte Kiechle eine der Stiftungen kurz vor: Die Ferdinand und Emma Merkt’sche Veteranenstiftung wurde von den drei Kindern des ehemaligen Amtstierarztes Ferdinand Merkt gegründet. Ursprüngliche Zielsetzung war die Unterstützung ehemaliger Kriegsgefangener, vorzugsweise mit verminderter Erwerbsfähigkeit. Eines der Kinder war der spätere Kemptener OB Dr. Otto Merkt, der die Stiftung des Vaters auch mehrfach aufstockte. Da sich im Lauf der Zeit die Gegebenheiten änderten, wurden die ursprünglichen Stiftungszwecke angepasst. Im Wesentlichen richtet sich die Unterstützung heute an erwerbsgeminderte Personen, die an Ein- sätzen der Bundeswehr teilgenommen haben, an zivile Opfer von Gewaltanwendungen und an Menschen mit Behinderung. Bevor Kiechle daran ging, die Urkunden für die Fördergelder zu übergeben, betonte er dankbar zu sein, „dass es – wie vor vielen Jahren – auch heute Menschen gibt, die Stiftungen begründen“. Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier durch Eugenie Krause am Knopfakkordeon und Hans Natterer am E-Bass. Christine Tröger

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