Noch mehr Einspar-Potential

Klimaschutz ist ein wichtiges Thema in unserer Gesellschaft geworden und immer mehr Menschen sind bereit, sich dafür aktiv einzusetzen. Doch nicht der Klimaschutz allein ist es, der die Menschen umtreibt, so schwer wiegend die Auswirkungen sich auch zeigen. Meist steht die Frage nach einer gesicherten und bezahlbaren Energieversorgung für den Einzelnen im Vordergrund. Der Vortrag von Professor Klaus Pfeilsticker beim zweiten Isnyer Energiegipfel vergangenes Wochenende gab Aufschluss darüber, wie weit Isny und seine Bürger seit März vergangenen Jahres gekommen sind. Er zeigte einiges an Aktivitäten auf.

Was also geschah seitdem? Mai 2008: Bildung von sechs Arbeitsgruppen zur Vorbereitung energetischer Maßnahmen in Isny; September 2008: Inbetriebnahme der Umweltmessstation Blaserturm; Oktober 2008: Anschluss des Stephanuswerkes an das Isnyer Biogasnetz und schließlich im November 2008: Gründung des Regionalen Energieforums Isny. Hier kam Pfeilsticker schnell an den Kernpunkt: Die Montage von Photovoltaik–Anlagen nehme zu , aber das Potential bei den Energiesparmaßnahmen sei noch lange nicht ausgeschöpft. Gerade die Sanierung der Häuser lasse viele Wünsche offen. Die Anstrengungen in Isny, sich mit erneuerbaren Energien neue Wege zu öffnen, um Strom zu sparen und die eigenen Ressourcen zu nutzen, seien natürlich nicht der Stein der Weisen zur Rettung der Welt. Wenn es in Deutschland 30000 bis 50000 Isnys gäbe, so Pfeilsticker, wäre die Situation zwar etwas besser. Auch dann stünden wir jedoch vor der Tatsache, dass Deutschland nur ein kleines Stück der Welt ist und ob sich deshalb der CO2-Ausstoß in China oder den USA verringern wird, sei eher unwahrscheinlich. Pfeilsticker appellierte an seine Mitbürger, den Strukturwandel in der Energiewirtschaft positiv mit zu tragen. Photovoltaik, Biogas, Sparmaßnahmen, Holzkraftwerk, und vor allem auch die Windkraft seien Wege in die richtige Richtung, erklärte der Professor. Schüler machen mit Nach seinem Vortrag stand dann die Krönung des „Sonnenkönigs 2008“ an. Die effektivste Photovoltaik-Anlage hat im vergangenen Jahr Hansi Fuoss auf sein Dach gebracht. Er bekam dafür den Umweltpreis der Firma „Azur Solar“. Die Firma hat für das Dach der neuen Mensa im Schulzentrum der Realschule eine Solaranlage mit 35 Quadratmetern Solarfläche gestiftet, die eine Leistung von rund fünf Kilowatt haben wird. Der Aufbau und der Betrieb der Solaranlage wird als Schülerprojekt angesetzt, das inhaltlich von REFI unterstützt wird. Karl Kimmerle, Inhaber des Heizungs- und Installationsbetriebes Kimmerle in Isny, unterstützt die Schüler und ihre Lehrer bei der Montage der Anlage und steht mit Rat und Tat zur Seite. „Azur Solar“ engagiert sich regelmäßig bei Projekten, die dazu dienen, die Schüler von heute zu stärkerem Umweltbewusstsein zu Führen und mit den Techniken der Photovoltaik vertraut zu machen.

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