Noch nicht optimal

Die Kemptener SPD findet die Rechtsabbiegespur vor der Ampel Michaelskirche stadteinwärts zu kurz. Foto: Matz

Der Bau der Nordspange wird Auswirkungen auf den gesamten Verkehr im Kemptener Norden haben. Davon geht zumindest der SPD-Ortsverband Kempten-Nord aus. Deshalb befasste sich der Vorstand mit der künftigen baulichen Entwicklung und der Verkehrssituation im Norden der Stadt.

Die Verwirklichung der Nordspange in den kommenden drei bis vier Jahren werde voraussichtlich den Verkehrsfluss in der Memminger Straße- und in der Rottachstraße deutlich verändern. Das war genau so die einhellige Auffassung wie die Feststellung, dass dafür an der bisherigen Verkehrsführung noch einiges verbessert werden muss. Die im vergangenen Jahr erfolgten Umbaumaßnahmen in der Memmingerstraße haben nach Ansicht des Vorstandes zwar einiges bewirkt, doch nicht alles laufe so wie gewünscht. Positiv hervorzuheben sei jedenfalls die deutlich gestiegene Sicherheit für Fußgänger beim Überqueren der Memmingerstraße und der Lotterbergstraße. Besser stelle sich die Situation jetzt auch für Linksabbieger in der Memminger Straße, in der Äußeren Rottach und in der Lotterbergstraße dar. Während das Abbiegen an der Ampel Memminger Straße/Äußere Rottach funktioniere, kritisierten die Genossen die Ampel an der Lotterbergstraße/Memminger Straße. So sei in der Lotterbergstraße nur Platz für drei Autos zum Einordnen nach links in die Memminger Straße vorhanden und darüber hinaus die Grünphase so kurz, dass maximal drei Autos über die Einmündung kommen. Dadurch käme es an dieser schwierigen Stelle zum Stau, der wiederum die vielen Rechtsabbieger behindere. In diesem Zusammenhang äußerte sich der stellvertretende Ortsvereinvorsitzende, Wolfgang Hennig, unzufrieden mit dem „wilden und verkehrswidrigem Parken an dem türkischen Laden.“ „Das unvernünftige Abstellen der Autos dort auf den Geh- und Radwegen gefährdet und behindert fast alle Verkehrsteilnehmer.“ Bussen werde das Durchkommen besonders erschwert, aber auch Personen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen werde der Weg versperrt. Hier müsse verstärkt eingegriffen und reguliert werden, forderte Hennig. Andere Lösung Beanstandet wurde auch die Verkehrsregelung an der Ampelanlage vor der Michaelskirche: Die neue zweispurige Abbiegung der Memmingerstraße stadtauswärts werde nicht angenommen. Meist sei nur die rechte Spur genutzt, weil beim Befahren der linken Spur gleich nach der Ampel auf die rechte Spur gewechselt werden müsse und dafür nur eine sehr kurze Strecke zur Verfügung stehe. In diesem Zusammenhang müsse geprüft werden, ob eine andere Lösung möglich ist. Kritisch beurteilt wurde außerdem die Rechtsabbiegespur vor der Ampel Michaelskirche stadteinwärts. Sie sei zu kurz angelegt, dadurch werde den Geradeausfahrern in die Rottachstraße der Weg blockiert. Deshalb sollte dort nach Ansicht des SPD-Vorstandes die Grünphase für Rechtsabbieger deutlich verkürzt werden. Stadtrat Siegfried Oberdörfer wurde beauftragt, diese Anregungen bei der Stadtverwaltung zur Sprache zu bringen.

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