Nordkurve soll leben

Vom Freudenberg aus durch die Fußgängerzone flanieren, dann durch die Gerberstraße, Rathausstraße und die Fischesteige wieder zurück – so stellt sich die Stadtverwaltung einen Einkaufsbummel durch die Fußgängerzone vor. Dafür muss jedoch das Gebiet um die Gerberstraße und „In der Brandstatt“ noch aufgewertet werden. Der Bauausschuss hat nun den Startschuss für vorbereitende Untersuchungen gegeben.

„Die Knochentheorie funktioniert und lebt“, erklärte Baureferentin Monika Beltinger, als sie in der vergangenen Woche den Bauausschuss um sein OK zum Beginn der Untersuchung bat. Die „Nordkurve“ soll zu einem starken Magneten werden. Auch der Freistaat will Fördergelder dazu schießen. Zusammen mit der Firma GMH habe die Stadtverwaltung Stärken und Schwächen des Gebiets herausgearbeitet. Die ansässigen Geschäfte brachten sich in Workshops mit ein. In Zukunft sollen Läden, die nicht mehr zeitgemäß sind, neu konzipiert werden. Neue Fassaden, sowie bessere Passagen, Ein- und Durchgänge sollen entstehen. Ganze Straßenzüge sollen mit einer gemeinsamen Werbestrategie quasi unter einer Marke um Kunden werben, führte Beltinger aus. Ein Planungsbüro befasse sich mit dem Thema. Beltinger präsentierte den Ausschussmitgliedern einen Plan des Nordkurven-Areals und merkte an, dass das Gebiet größer gefasst werden muss. Einteilung überarbeiten In der Tat bilden die Gerberstraße und die Straße „In der Brandstatt“, die sie kreuzt, nur das Skelett des Körpers. Im Westen begrenzen Klostersteige und Residenzplatz das Areal, im Süden die Freitreppe und die Rathausstraße. Im Osten nahm die Stadtverwaltung die Geschäfte in der Kronenstraße und in der Grabengasse mit, im Norden reicht das Gebiet fast bis an die Feuerwehr. Nur unter Vorbehalt stimmte der Ausschuss dieser Einteilung zu. Stadtrat Herbert Karg (FW) regte an, auch das Nürnberger Haus und die Boutique Oberpaur mit einzubeziehen. Gerade Oberpaur habe sich in den Workshops engagiert. Beltinger versprach, die Einteilung besonders im Bezug auf das Modehaus zu überprüfen. Stimmt der Stadtrat dem Beschluss des Ausschusses zu, fällt auch eine rechtliche Schranke. Dann kann die Stadt nämlich von den betroffenen Eigentümern, Pächtern und Mietern Auskunft über alles verlangen, was sie zur Sanierung des Gebiets wissen muss. Der bisherige Plan könne sich allerdings noch ändern, so Beltinger. Erst einmal müsse die Stadtverwaltung die vorbereitende Untersuchung realisieren und auswerten.

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