Spendenlauf für SOS-Kinderdörfer

Rund um die Gesundheit

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Auf dem Sportplatz der Nordschule sammeln Zweitklässler beim Spendenlauf Geld für SOS-Kinderdörfer.

Kempten – Bewegung, Entspannung, ausgewogene Ernährung und geistige Fitness: Die Gesundheit wird an der Nordschule in Kempten großgeschrieben. Die Schule widmete eine viertägige Projektwoche diesem Thema. Höhepunkt der Aktion war ein Schulfest, das vor den Pfingstferien gefeiert wurde.

„Beim Thema Gesundheit war ich sofort dabei“, sagte die Schulleiterin Christine Miller-Sobotta. Hauptorganisatorin der Projektwoche war die Elternbeiratsvorsitzende Monika Ciesla-Ludwig. Das Programm gestaltete sich folgendermaßen: An vier Tagen trafen sich morgens alle Grundschüler, um beim „Gesundheitssong“ mitzumachen. Dann teilten die Lehrkräfte und deren Helfer die rund 375 Kinder aller vier Jahrgänge in 22 Gruppen ein. Unter den Buben und Mädchen waren auch 34 Kinder aus der benachbarten Astrid-Lindgren-Schule, einem privaten Förderzentrum für Schülerinnen und Schüler mit körperlichen Behinderungen. Denn die Inklusion ist an der Nordschule von großer Bedeutung.

Die verschiedenen Gruppen besuchten dann Kurse, in denen sie lernten, was Körper, Seele und Geist wohl tut. Zu den insgesamt elf Angeboten zählten gesunde Ernährung, Kneippen, Mandalas und weitere Entspannungstechniken, Yoga, ein Fußlehrpfad, Zumba, ein Bewegungsparcours, knifflige Knobeleien, der Umgang mit Rollstühlen und anderen Hilfsmitteln, das Herstellen von Kräutersalz sowie das Anlegen eines Schulgartens. Georg Sedlmaier, Gründer der Interessengemeinschaft für gesunde Lebensmittel, schenkte der Schule 800 Euro, damit die Kinder dort vier Hochbeete anlegen konnten.

Spendenlauf

Eltern, Geschwistern und Freunde der Grundschüler gerieten ins Staunen, als sie beim dreistündigen Schulfest die Ergebnisse der vielfältigen Aktionen erblickten. Und die „Nordschüler“ selbst waren natürlich auch gefordert. Alle vier Jahrgangsstufen nahmen an einem Spendenlauf zugunsten von SOS-Kinderdörfern teil. Das funktionierte folgendermaßen: Für jeden gelaufenen Kilometer spendeten Sponsoren einen bestimmten Geldbetrag an die Kinderdörfer, dessen Höhe zuvor ausgehandelt worden war. Hauptsponsoren waren Familienangehörige, Nachbarn, Kinderärzte sowie mehrere Allgäuer Firmen.

Auf dem Sportplatz gaben die Schüler also ihr Bestes, um damit letztlich Kindern in Not zu helfen. Trotz des schwülwarmen Wetters rannten alle Grundschüler eifrig mehrere Runden. Die „Fans“ standen derweil am Rand der Laufbahn und feuerten ihre Schützlinge lautstark an. Als die Zweitklässler begeistert ihre Runden drehten, geriet die eine oder andere Mutter jedoch in Sorge. „Hör bitte bald auf, Du bist schon rot im Gesicht“, hieß es dann. „Ich bin erst fünf Rund gelaufen und schaffe eigentlich schon sechs“, lautete sogleich die Antwort.

Die nötige Abkühlung fanden die Kinder im Schulgebäude. Großes Gedränge herrschte im Raum vor dem Pausenhof, wo Schülereltern Kuchen verkauften. Viele Schüler trugen einen Zettel mit sich, auf dem sieben Fragen zum Thema Gesundheit standen. Die Antworten konnten die Kinder an den verschiedenen Stationen finden: „Wie heißt der Wasserdoktor? Schaue auf der Stellwand im Nordhof nach“, lautete eine Frage. „Im Zimmer 12 findest du ein Spiel mit zwei Königen. Wie heißt es?“, lautete eine weitere. Die meisten Kinder wussten, dass hier „Schach“ die richtige Antwort ist. Manche Schüler schrieben stattdessen „schachmatt“, einen Begriff, der für einen der beiden Könige das Ende bedeutet. Doch ans Aufhören mochten die Kinder noch lange nicht denken.

Franziska Kampfrath

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