Ober- und Unterallgäu geben Gas

Klinikfusion rückt in realistische Nähe

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Schon bald könnten die Kreiskliniken Unterallgäu – unser Foto zeigt das Haus in Ottobeuren – mit dem Klinikverbund zusammengelegt werden.

Mindelheim/Landkreis – Schon beim zweiten Treffen zur geplanten Klinikfusion zwischen den Kreiskliniken Unterallgäu und dem Klinikverbund Kempten-Oberallgäu wird es konkret.

Der Lenkungsausschuss peilt einen gemeinsamen Betrieb bereits ab Anfang 2020 an. Am Dienstag waren Aufsichtsgremiums-Mitglieder beider Kliniken, darunter die Landräte der Landkreise sowie Kemptens OB Thomas Kiechle in Mindelheim zusammengekommen. 

Eine Besichtigung der Kreisklinik Mindelheim ergänzte den Rahmen der Zusammenkunft, die, so heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung, „in einer offenen Atmosphäre geführt wurde“. Auf der Tagesordnung standen Punkte wie der Vergleich von wirtschaftlichen Kennzahlen der Verhandlungspartner, eine Betrachtung des jeweiligen Krankenhausunternehmens im Hinblick auf die in den nächsten Jahren notwendigen Investitionen sowie die Strukturen des neuen Aufsichtsgremiums und des Managements. Auch über die mögliche Unternehmensstruktur des neuen Verbundes wurde beraten. Die Teilnehmer verständigten sich darauf, dass auch der neue Klinikverbund unverändert in kommunaler Trägerschaft gehalten wird. Auch die Übernahme aller Mitarbeiter zu den bestehenden Tarifbedingungen wird laut Pressemitteilung garantiert.

Ein drittes Treffen ist noch vor der Sommerpause geplant. Die Verhandlungsführer planen, die Kreistage sowie Kemptens Stadtrat Mitte des Jahres zu informieren. Damit könnten die nötigen Beschlüsse für die Klinikfusion noch dieses Jahr gefasst werden, um den gemeinsamen Betrieb zum 1. Januar 2020 aufzunehmen. Das Klinikum Memmingen ist damit erst einmal außen vor. Laut Gebhard Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzendem des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu, müsse Memmingen zunächst noch einige „Hausaufgaben erledigen“, was seiner Meinung nach noch etwa drei Jahre brauche. Memmingens OB Manfred Schilder rechnet mit einer schnelleren Umsetzung. Mehr dazu in unserer Mittwochsausgabe am 3. April.

kb

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